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Moody's-Studie Warum die Deutsche Bank mehr Geld braucht

Die Deutsche Bank hat ihr Eigenkapital 2014 deutlich aufgestockt. Trotzdem könnte das Geldinstitut frisches Kapital benötigen, heißt es in einer Moody's-Studie. Denn nicht nur die Gerichtsverfahren sind ein Risiko.
29.05.2015 - 11:18 Uhr Kommentieren
Die beiden Vorstandschefs der Deutschen Bank brauchen möglicherweise schon bald frisches Kapital. Das prognostiziert die Ratingagentur Moody's in einer aktuellen Studie. Quelle: Reuters
Anshu Jain und Jürgen Fitschen

Die beiden Vorstandschefs der Deutschen Bank brauchen möglicherweise schon bald frisches Kapital. Das prognostiziert die Ratingagentur Moody's in einer aktuellen Studie.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Die Ratingagentur Moody's schließt nicht aus, dass die Deutsche Bank trotz der strategischen Neuaufstellung noch einmal ihre Aktionäre anpumpen muss. Deutschlands größtes Geldhaus habe seine Kapitaldecke im vergangenen Jahr zwar deutlich aufgepolstert und Boden zur Konkurrenz gutgemacht, schrieben die Analysten in einer Studie, die in der Nacht zum Freitag veröffentlicht wurde. Trotzdem könne es sein, dass die Bank „in größerem Umfang frisches Kapital benötigt, um Belastungen aus Rechtsstreitigkeiten und Regulierungskosten zu schultern“. Zum geschätzten Volumen äußerten sich die Experten nicht.

Die harte Kernkapitalquote der Bank lag zuletzt bei 11,1 Prozent und damit über den Anforderungen der Regulierer. Auf der Hauptversammlung in der vergangenen Woche hatte der bisherige Finanzvorstand Stefan Krause betont, es gebe keine Pläne für eine weitere Kapitalerhöhung. Stattdessen sieht die beschlossene „Strategie 2020“ vor, den Konzern deutlich zu schrumpfen, um insbesondere die absolute Verschuldungsquote zu verbessern. So soll die Postbank verkauft, das verbleibende „blaue“ Privatkundengeschäft verschlankt und die Investmentbank schlagkräftiger werden. Obwohl auch in einigen Bereichen im Kapitalmarktgeschäft der Rotstift angesetzt wird, gewinnen die Investmentbanker wieder mehr Macht in der Bank.

Was Banker verdienen - und was sie wert sind
Deutsche Asset & Wealth
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Bemerkenswert sind auch die Verschiebungen innerhalb des Bankenriesen. So kassierten die Mitarbeiter im Deutsche Asset & Wealth Management durchschnittlich 142.000 Euro und damit fast 10.000 Euro mehr als die Kollegen aus dem Investmentbanking.

(Foto: dpa)
Ganz oben: die Investmentbanker
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…an der Spitze liegen die Investmentbanker der Deutschen Bank, früher vom heutigen Co-Chef Anshu Jain geführt. Sie kosten im Mittel 210.037 Euro pro Jahr. Das ist der höchste Pro-Kopf-Personalaufwand im Ranking. Der erwirtschaftete Vorsteuergewinn pro Kopf ist nur etwa halb so hoch. Ganz ähnlich ist die Relation zwischen Personalaufwand und Vorsteuergewinn bei der DB Asset & Wealth Management – nur dass der Personalaufwand in der Vermögensverwaltungssparte eben nur 163.300 Euro beträgt.

(Foto: dpa)
Ganz profitabel: die Transaction Banker
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Im Transaction Banking - künftig von Stefan Krause (l.) geleitet - sitzen die wohl profitabelsten Mitarbeiter des Deutsche-Bank-Konzerns: Bei ihnen ist der durchschnittliche Personalaufwand mit 107.320 Euro ebenso hoch wie der durchschnittliche Vorsteuergewinn 2014. Am anderen Ende dieser Skala liegt…

(Foto: dpa)
Rang 2: Deutsche Bank
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Erstmals seit Einführung des Rankings ist nicht mehr die Deutsche Bank das bestzahlende Geldinstitut Deutschlands. Doch trotz des Rekordverlustes der Deutschen Bank von fast 6,8 Milliarden Euro fiel der Personalaufwand pro Kopf mit über 131.000 Euro immer noch stattlich aus.

(Foto: dpa)
Rang 2: Baader Bank
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Händler der Baader Bank: Einigermaßen überraschend fällt dem Münchener Institut mit 127.161 Euro Rang 2 im Personal-Ranking von efinancialcareers zu. Das mag an der geringen Auswahl an Banken liegen – nur sieben Institute wurden berücksichtigt – aber auch daran, dass die Baader Bank eine reine Investmentbank ist. Die Relation zwischen Personalkosten und Gewinn vor Steuern ist dennoch ungünstig: 417 Euro pro Mitarbeiter errechnete efinancialcareers.

Rang 3: HSBC Trinkaus & Burkhardt
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Der Deutschland-Ableger HSBC Trinkaus & Burkhardt zahlt pro Kopf 113.698 Euro für seine Banker, doch immerhin erwirtschaften die einen Vorsteuergewinn, der pro Kopf bei rund 70 Prozent des Personalaufwands liegt. Das ist im Vergleich zu den anderen Instituten ein ziemlich guter Wert.

(Foto: dpa)
Rang 5: HypoVereinsbank
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Die HypoVereinsbank (HVB) liegt im Ranking mit einem durchschnittlichen Personalaufwand von 111.649 Euro auf Platz vier. Allerdings gibt das Institut am meisten Geld für ihre Investmentbanker aus. Im Durchschnitt liegt der Personalaufwand ohne das Back Office-Personal in dem Bereich bei knapp 184.000 Euro

(Foto: dpa)

In guten Zeiten wirft das Investmentbanking zwar hohe Gewinne ab, aber das Geschäft ist wegen des Auf und Abs an den Märkten insgesamt sehr volatil. Moody's bezeichnete die vergleichsweise hohe Abhängigkeit der Deutschen Bank vom Kapitalmarktgeschäft als „strukturelle Schwäche“, die sich nur schwer beheben lasse.

Auch bei der Postbank muss nach Einschätzung der Analysten vor einem Verkauf wohl die Kapitaldecke aufgepolstert werden. Hier lag die harte Kernkapitalquote zuletzt bei 10,2 Prozent. Die Abspaltung dürfte die Deutsche Bank zunächst einmal Geld kosten, wie der Konzern selbst eingeräumt hat. Den Ausblick für die Bonner Tochter bewertet Moody's negativ, da die anhaltenden Niedrigzinsen für das Geschäftsmodell eine besonders große Belastung darstellten.

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