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M&A Deutsche Bank Top-Dealmaker sieht jahrelangen Übernahmeboom

In den kommenden Jahren erwartet Berthold Fürst einen Übernahmeboom in allen Branchen. Vor allem die digitale und nachhaltige Umstellung von Geschäften beschleunige die Entwicklung.
04.10.2021 - 12:27 Uhr Kommentieren
Derzeit ist die Technologiebranche bei Übernahmen am aktivsten. Quelle: Bloomberg
Deutsche Bank

Derzeit ist die Technologiebranche bei Übernahmen am aktivsten.

(Foto: Bloomberg)

Frankfurt Der Boom globaler Firmen-Übernahmen hat gerade erst begonnen. Davon ist der oberste Dealmaker der Deutschen Bank überzeugt. „Ich sehe die aktuelle Aktivität als den Beginn eines mehrjährigen Aufwärtszyklus bei M&A“, sagt Berthold Fürst, der globale Co-Chef des M&A-Geschäfts der Deutschen Bank, in einem Interview. „Ich erwarte eine erhöhte Aktivität für die kommenden Jahre.“

Das weltweite Deal-Volumen erreichte im dritten Quartal laut Bloomberg-Daten 3,8 Billionen Dollar (3,3 Billionen Euro) und ist damit nur noch wenige hundert Milliarden Dollar entfernt vom Jahresrekord von 4,1 Billionen Dollar. Der Rekordwert stammt aus dem Jahr 2007.

Derzeit ist die Technologiebranche bei Übernahmen am aktivsten. Darin zeigt sich das Bestreben von Unternehmen aus allen Branchen, ihr Geschäft an das digitale Zeitalter anzupassen und durch Akquisitionen Zugang zu „disruptiver“ Technologie zu erhalten - vor allem bei Deals in der Größenordnung zwischen 1 und 10 Milliarden Dollar. Fürst erwartet, dass dieser Trend anhalten wird.

Ein weiterer Treiber für Transaktionen ist der neue Fokus auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Standards, unter anderem durch die Umstellung auf umweltfreundlichere Energieerzeugung. Hier hat die Deutsche Bank letzte Woche Khaled Fathallah zum Leiter einer neu gegründeten Energiewendegruppe ernannt.

„Der ESG-Komplex fließt in den M&A-Markt ein“, meint Fürst. „Hier entstehen neue Märkte. Es ist eine Gelegenheit für Unternehmen, Kapital zu reinvestieren und in Bereiche umzuschichten, die ESG-konformer sind.“

Mehr: Die großen deutschen Banken gehen in die Cloud – aber nicht mit Amazon

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