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N26-Konkurrent Smartphonebank Velvon stoppt Markteintritt in Deutschland

Home Credit strebt doch keine deutsche Banklizenz für eine Smartphonebank an. Die Investition in Velvon soll bereits vollständig abgeschrieben sein.
13.02.2020 - 15:06 Uhr Kommentieren
Home Credit wird keine Smartphonebank auf den deutschen Markt bringen. Quelle: keport / PantherMedia GmbH 2018
Fintech

Home Credit wird keine Smartphonebank auf den deutschen Markt bringen.

(Foto: keport / PantherMedia GmbH 2018)

Frankfurt Unter dem Namen Velvon sollte in diesem Jahr eigentlich eine europäische Schwester der tschechischen Air Bank in den deutschen Markt eintreten. Doch das ist nun abgesagt. Wie die Geschäftsführung der Dachorganisation Home Credit dem Handelsblatt bestätigte, hat das Institut den Antrag auf eine deutsche Banklizenz zurückgezogen. Mehr noch: Das Projekt Velvon ist vollständig eingestellt, die Gesellschaft wird nicht fortbestehen.

Zuvor hatte das tschechische Finanzportal „Penize“ darüber berichtet. Die Investition in Velvon ist demnach bereits vollständig abgeschrieben. Home Credit werde sich stärker auf die aufstrebenden Märkte in Asien konzentrieren.

Erst im vergangenen Oktober hatte Home Credit angekündigt, mit Velvon in den deutschen Markt gehen zu wollen und daher eine Banklizenz bei der Finanzaufsicht Bafin zu beantragen. Eine Internetseite war bereits freigeschaltet und auch am Donnerstagnachmittag noch aktiv. Der Slogan: „Velvon – es geht auch anders“. Das erklärte Ziel: „Den Finanzmarkt nachhaltig zu verändern. Erst in Deutschland. Dann europaweit.“

Zu den genauen Gründen, warum man dieses hehre Ziel nun so plötzlich aufgibt, machte das Unternehmen keine Angaben. Nach Informationen des Portals „Penize“ sei das Projekt erneut bewertet worden und Home Credit wolle sich stärker auf seine Hauptmärkte fokussieren. Im Januar hatte sich die Eigentümerstruktur des Unternehmens verändert.

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    Auf der Karriereplattform Linkedin waren am Donnerstagnachmittag immerhin rund 100 Personen zu finden, die Velvon als Arbeitgeber eingetragen haben – die Hälfte von ihnen sitzt in Deutschland. In Bezug auf die Technologie soll Velvon startklar gewesen sein. Geschäftsführer war Erich Comor, der auch die Air Bank in Tschechien gegründet hatte.

    Stärkster Konkurrent in Deutschland wäre für Velvon die junge Berliner Bank N26 gewesen. Das Start-up ist hier seit fünf Jahren aktiv und spricht von fünf Millionen Kunden in 26 Ländern. Daneben sind hierzulande etwa die Nachhaltigkeitsbank Tomorrow aktiv sowie die britischen Anbieter Revolut und Monese sowie Bunq und Moneyou aus den Niederlanden.

    Deutschland ist nach Ansicht von Peter Barkow, Chef des Analysehauses Barkow Consulting, ein schwieriger Markt für neue Banken. Der Wettbewerb sei hart, und alle Geldhäuser würden ihre Smartphone-Apps verbessern, auch wenn das App-Design einiger Smartphonebanken häufig noch sehr viel besser aussehe als das traditioneller Institute, sagte er kürzlich dem Handelsblatt.

    Noch härter umkämpft ist der britische Markt, aus dem sich gerade N26 zurückzieht. Nach knapp zwei Jahren hat die deutsche Bank dort nach eigenen Angaben mehrere hundert Tausend Kunden gewonnen. Um ihr Geschäft dort auch nach dem Brexit weiter betreiben zu können, wäre eine lokale Lizenz notwendig gewesen. Der Aufwand und die Kosten dafür standen offenbar nicht im Verhältnis zum erwarteten Wachstumspotenzial.

    Mehr: Deutschlands wertvollstes Fintech N26 kann Erträge in Millionenhöhe vorweisen, doch Angaben zur Kundenzahl wecken Zweifel. Viel zu tun hat das Fintech gerade bei der Personalaufstellung.

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