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Nach Archegos-Skandal Wall-Street-Banker verlassen die Credit Suisse und wechseln zur Konkurrenz

Nach dem Archegos-Skandal springen zahlreiche Investmentbanker in der US-Dependance der Credit Suisse ab. Bei der Konkurrenz werden sie mit offenen Armen empfangen.
19.05.2021 - 16:23 Uhr Kommentieren
Viele Wall-Street-Banker kehren der Schweizer Großbank den Rücken. Quelle: AFP
Credit-Suisse-Büros in Manhattan

Viele Wall-Street-Banker kehren der Schweizer Großbank den Rücken.

(Foto: AFP)

Zürich, New York Nach dem Zusammenbruch des Hedgefonds Archegos, der die Credit Suisse rund fünf Milliarden Dollar gekostet hat, muss die Schweizer Großbank bei ihren Investmentbankern sparen. Die Folge: Zahlreiche Mitarbeiter an der Wall Street wechseln zur Konkurrenz.

So berichtet Paul Webster von der Personalberatung Page Executive, der sich auf Investmentbanker spezialisiert hat: „In den vergangenen Wochen hatten wir eine ganze Reihe von neuen Bewerbern.“ Das sei ungewöhnlich, denn: „Die Mitarbeiter der Credit Suisse gehören eigentlich zu jenen, die nicht besonders wechselwillig sind, im Vergleich zu anderen Wall-Street-Häusern.“

Das „Wall Street Journal“ hatte berichtet, dass allein ein knappes Dutzend Topbanker in der Position eines Managing Directors die Dependance der Credit Suisse an der Wall Street verlassen will. Die Bank wollte sich dazu nicht äußern.

Die Schweizer Großbank musste die Kosten im ersten Quartal drastisch reduzieren, um angesichts milliardenschwerer Verluste und Rückstellungen zu verhindern, die Eigenkapitalausstattung der Bankenaufsicht zu unterschreiten. Das gelang unter anderem mit einem radikalen Gehaltsschnitt. Allein das Topmanagement musste auf eine variable Vergütung in zweistelliger Millionenhöhe verzichten.

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    Im Investmentbanking drückte die Bank die Kostenquote von 82 Prozent im Vorjahresquartal auf 46 Prozent – dank eines Rekordertrags und sinkender Ausgaben. Doch der Sparkurs hat seinen Preis, sagt Personalexperte Webster: „Die Sorge über gekürzte Boni für dieses Jahr scheint die Bereitschaft zu wechseln noch beschleunigt zu haben.“ Denn gute Performance wird im Investmentbanking üblicherweise fürstlich belohnt – bleiben die Boni aus, hat es die Bank schwer, Topbanker zu halten. Allerdings ist die Fluktuation an der Wall Street in den Wochen nach den Bonuszahlungen traditionell hoch.

    Die Branche boomt

    Für die wechselwilligen Banker ist das Umfeld günstig: Sowohl das Investmentbanking als auch das Handelsgeschäft boomen. Nicht nur traditionelle Wall-Street-Häuser wie Goldman Sachs und Morgan Stanley suchen Verstärkung, sondern auch Private-Equity-Firmen und Boutique-Investmentbanken. „Die Besten gehen immer zuerst“, sagt ein anderer Headhunter in New York, der Ähnliches schon vor ein paar Jahren erlebt hat, als die Deutsche Bank in der Krise steckte.

    Die Credit Suisse ist jedoch auf die hohen Erträge im Investmentbanking angewiesen. Insbesondere das durch Spacs getriebene Aktienemissionsgeschäft verhalf der Bank im ersten Quartal zu einem sehr starken Ergebnis in der Investmentbanking-Sparte. Credit-Suisse-Chef Thomas Gottstein hat die Aktionäre der Bank bereits darauf eingestimmt, dass sich ein starkes Ergebnis wie im ersten Quartal nicht so einfach wiederholen lasse.

    Mehr: Portugiesischer Topbanker übernimmt bei Credit Suisse einen der härtesten Jobs der Branche

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