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Nach Aussetzung Sal.-Oppenheim-Prozess beginnt von vorne

Der unterbrochene Prozess um den Niedergang der Privatbank Sal. Oppenheim soll voraussichtlich im Juni von vorne beginnen. Dann geht es sowohl um dubiose Immobilien-Deals wie auch die Pleite der Karstadt-Mutter Arcandor.
26.04.2013 - 13:17 Uhr Kommentieren
Zentrale von Sal. Oppenheim in Köln: Der Prozess geht im Sommer weiter. Quelle: dpa

Zentrale von Sal. Oppenheim in Köln: Der Prozess geht im Sommer weiter.

(Foto: dpa)

Köln Der spektakuläre Prozess gegen die frühere Führungsriege der Privatbank Sal. Oppenheim beginnt voraussichtlich im Juni von vorn. Das teilte das Landgericht Köln am Freitag mit. In dem Verfahren werde es dann nicht nur um die Hintergründe von umstrittenen Immobilien-Deals gehen, sondern auch um Geschäfte der Bank bei der Pleite der Karstadt-Mutter Arcandor. Nach "eingehender Prüfung" sei das Gericht zu dem Entschluss gekommen, beide Stränge bei der 16. Strafkammer zusammenzuführen, hieß es in der Mitteilung.

Damit wurde einer Forderung der Staatsanwaltschaft entsprochen. Eine andere Hürde für den Prozess, der Mitte März überraschend ausgesetzt wurde, hat das Landgericht Köln schon vor einigen Wochen aus dem Weg geräumt: Die Ernennung von Ergänzungsrichtern in Strafsachen ist nun eindeutig geregelt. Hier war der Hintergrund eine sogenannte Besetzungsrüge der Verteidiger.

Auf der Anklagebank sitzen einige der bekanntesten deutschen Banker der vergangenen Jahre: Matthias Graf von Krockow, Christopher von Oppenheim, Friedrich-Carl Janssen, Dieter Pfundt sowie der Immobilien-Unternehmer Josef Esch. Sie sollen Sal. Oppenheim mit fragwürdigen Immobilien-Geschäften geschädigt haben. Vor allem aber die Arcandor-Beteiligung brach der über 220 Jahre alten Kölner Privatbank am Ende das Genick. Nun geht es also um die Aufarbeitung der Krise in allen Facetten. 2009 wurde Sal. Oppenheim von der Deutschen Bank aufgefangen. Sie hat der Tochter einen radikalen Sanierungs- und Sparkurs verordnet.

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