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Nach der Kapitalerhöhung Politik nimmt Commerzbank aufs Korn

Nach neuen Hiobsbotschaften für Altaktionäre der Bank berät der Bundestagsfinanzausschuss am Mittwoch über die Commerzbank. Die Aktie bleibt auf Talfahrt. Der Druck auf die Führung dürfte zunehmen.
15.05.2013 - 03:14 Uhr 4 Kommentare
Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank. Quelle: dpa

Martin Blessing, Vorstandsvorsitzender der Commerzbank.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Der Finanzausschuss des Bundestages befasst sich heute nach Informationen von Handelsblatt Online außerplanmäßig mit der Kapitalerhöhung der Commerzbank. Die Bundesregierung soll demnach zur Frage der Leerverkäufe von Commerzbank-Aktien im Zuge der Kapitalerhöhung und der Rolle von Hedge-Fonds Stellung beziehen.

Hintergrund ist ein Bericht des Handelsblatts vom Dienstag. Demnach hatte es in Finanzkreisen geheißen, dass die Aktie „zum Tummelplatz für Hedge-Fonds geworden“ sei und der Aktienkurs deshalb kurzfristig stärker schwanken könne.

Ein Teil der Hedge-Fonds soll auf steigende Kurse setzen. Eine zweite Gruppe habe über so genannte Leerverkäufe auf fallende Kurse gewettet. Sie haben sich demnach im Vorfeld Commerzbank-Aktien geliehen, sie unmittelbar wieder verkauft und wollen sich nun im Zuge der Kapitalerhöhung billiger wieder eindecken.

Um Investoren anzulocken, bietet das Institut die neuen Papiere mit einem Abschlag von gut 50 Prozent auf den aktuellen Aktienkurs an. Um dennoch auf den angestrebten Erlös von 2,5 Milliarden Euro zu kommen, kündigte die Bank am Dienstag an, die Aktienzahl fast zu verdoppeln.

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    Damit werden die Anteile der Altaktionäre noch stärker als erwartet verwässert. Die neuen Anteilsscheine kosten gerade einmal 4,50 Euro pro Stück, am Montag war noch über einen Emissionspreis von rund 5 Euro spekuliert worden.

    Mit dem frischen Geld will die Commerzbank die verbliebenen 1,6 Milliarden Euro an direkten Staatshilfen aus der Zeit der Finanzkrise sowie die stillen Einlagen des Versicherers Allianz von 750 Millionen Euro ablösen.

    Zudem soll die eigene harte Kernkapitalquote - der Puffer gegen neue Krisen - von 7,5 Prozent auf 8,4 Prozent steigen. Vor zwei Monaten hatte sich die Bank noch 8,6 Prozent zum Ziel gesetzt. Am Aktienmarkt sorgten die Details für weiteren Schrecken. Das Papier befindet sich seit Wochen auf Talfahrt - diese setzte sich am Dienstag fort.

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    4 Kommentare zu "Nach der Kapitalerhöhung: Politik nimmt Commerzbank aufs Korn"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • In Deutschland gab es mal eine Bankenaufsicht, BaFin. Gibt es die noch? Was machen die?

    • Eigentlich ist den Meinungen nicht viel hinzuzufügen.
      Mit der COBA hält sich Herr Schäuble und die Bundesregierung eine Raubritterburg mit den Raubrittern Blessing und Müller, die das Geld der Anleger veruntreuen, dem Staat bei der Abzockerei der eigenen Bürger und Stopfen der Finanzlöcher in den betroffenen Staaten zu Lasten der dortigen Bürger hilft.
      Dafür haben Sie die oberste Rückendeckung und einen festen Job im Gegensatz zu denjenigen, die als Kleinanleger das Geld zur Altersvorsorge aufgrund der ständigen Predigten der Politik in COBA-Aktien angelegt hatten.
      Dazu die von Ihnen offengelegte Zockerei der angelockten Aasgeier "Hedgefonds" und andere, was durch die Regierung und durch den Bundestag wohlwollend geduldet wird.
      Nicht nur das Management muss gehen,sondern auch die Aufseher und Mitwirkenden aus dem Finanzministerium.

    • Die Aufsichtsräte der Coba und des Berliner Flughafens sollten ihre Sitzungen zusammenlegen.

      Heute werden den Anlegern minderwertige Aktien angedreht. Morgen rufen die gleichen Leute wieder zur privaten Altersvorsorge auf.

      Das ist Wirschaftspolitik in der BR Deutschland 2013.

    • "Mit dem frischen Geld will die Commerzbank die verbliebenen 1,6 Milliarden Euro an direkten Staatshilfen aus der Zeit der Finanzkrise sowie die stillen Einlagen des Versicherers Allianz von 750 Millionen Euro ablösen. "

      Man ersetzt Steuermittel durch Anlegergeld. Warum nicht, wenn sich dafuer genuegend frische und auch manche abgehangene Freiwillige fuer "frisches" Geld finden. Waere ja dumm von der Commerzbank solche Quellen nicht zu nutzen.

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