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Nach Hedgefonds-Kritik Aktionäre der Aareal Bank stimmen gegen Vorstandsvergütung

Das Gehaltspaket für die Vorstände des Immobilienfinanzierers war einer Mehrheit der Investoren zu üppig. Die Aufsichtsratschefin will das Votum akzeptieren.
18.05.2021 Update: 18.05.2021 - 17:21 Uhr Kommentieren
Die Abstimmungsniederlage hatte sich angebahnt, da wichtige Großaktionäre wie der Fondsanbieter Deka sowie der Hedgefonds Petrus Advisers ihren Widerstand angekündigt hatten. Quelle: dpa
Aareal Bank

Die Abstimmungsniederlage hatte sich angebahnt, da wichtige Großaktionäre wie der Fondsanbieter Deka sowie der Hedgefonds Petrus Advisers ihren Widerstand angekündigt hatten.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Aktionäre des Immobilienfinanzierers Aareal Bank haben sich mit deutlicher Mehrheit gegen das geplante Vergütungspaket für den Vorstand des Instituts gewendet. Rund 63 Prozent der teilnehmenden Aktionäre lehnten den Vorschlag des Aufsichtsrats ab. Im Vorfeld hatten mehrere Investoren Widerstand gegen die aus ihrer Sicht zu hohen Gehälter angekündigt.

Kurz vor der Abstimmung hatte die Aufsichtsratschefin des Wiesbadener Immobilienfinanzierers, Marija Korsch, versprochen, das Ergebnis akzeptieren zu wollen. „Wie auch immer Ihre Entscheidung ausfällt, wir werden sie annehmen“, sagte sie auf der virtuellen Hauptversammlung. Bei einer Ablehnung solle an einer Verbesserung des Systems gearbeitet werden.

„Aufsichtsrat und Vorstand der Aareal Bank legen großen Wert auf einen vertrauensvollen Dialog mit unseren Aktionären“, teilte die Bank im Anschluss an die Hauptversammlung mit. „Wir sehen es als eine kontinuierliche Aufgabe an, konstruktive Impulse aus deren Reihen für eine weitere Verbesserung unserer Arbeit aufzunehmen, sorgfältig zu reflektieren und in angemessener Weise in unsere Entscheidungen einzubeziehen.“

Während des virtuellen Aktionärstreffens hatte Korsch noch vergeblich um die Zustimmung der Investoren geworben. „Wir sind der Meinung, dass die Vergütung in ihrer Höhe angemessen ist“, sagte sie. „Wir bieten ein Vergütungspaket, mit dem wir als Arbeitgeber um die besten Kräfte werben können.“ Die Angemessenheit des Gehalts für das Management werde regelmäßig durch externe Berater bestätigt. Den Kritikern des Gehaltspakets ist die geplante Vergütung dennoch zu hoch.

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    Die Abstimmungsniederlage hatte sich angebahnt, da wichtige Großaktionäre wie der Fondsanbieter Deka sowie der Hedgefonds Petrus Advisers, die beide etwas mehr als neun Prozent der Aktien halten, ihren Widerstand angekündigt hatten. Das gilt ebenso für die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) sowie den Stimmrechtsberater ISS. Auch die Neinstimme eines weiteren mit fünf Prozent beteiligten Hedgefonds galt als sicher.

    Grafik

    Da die Präsenz auf dem Aktionärstreffen bei rund 55 Prozent lag und damit nur etwas mehr als die Hälfte aller Anteilseigner an der Abstimmung teilnahm, hatten die Stimmen der Großaktionäre ein besonders hohes Gewicht: Deka sowie die Hedgefonds Petrus Advisers und Teleios besitzen zusammen knapp 25 Prozent aller Aktien.

    Keine Änderungen im Aufsichtsrat

    Mit der Abwahl von Aufsichtsratschefin Korsch sowie zwei weiteren Aufsichtsratsmitgliedern konnten sich die beiden Hedgefonds aber nicht durchsetzen. Sie hatten drei Ersatzkandidaten ins Spiel gebracht. Ihr Stimmgewicht genügte zwar für ein vergleichsweise schlechtes Abstimmungsergebnis einiger amtierender Aufsichtsräte, doch wichtige Verbündete fanden sie unter den anderen Großinvestoren nicht.

    Die etwa 30 Prozent, die für eine Abwahl von Korsch sowie die Aufsichtsratsmitglieder Christoph von Dryander und Dietrich Voigtländer gestimmt hatten, entsprechen im Wesentlichen den Stimmenanteilen der beiden Hedgefonds.

    Für die strategische Ausrichtung der Bank war die Kampfabstimmung um den Aufsichtsrat relevant, weil die Hedgefonds unter anderem eine Abspaltung der wichtigen Softwaresparte Aareon fordern. Das hatte die Aareal Bank aber abgelehnt.

    Im Vorfeld der Hauptversammlung hatte die weitreichende Kritik von Petrus an der Bank an anderer Stelle indes bereits zu einer Veränderung geführt: Am Montag hatte die Aareal Bank angekündigt, zwei Vorstandsressorts zusammenführen zu wollen. Der Vorstand war im vergangenen Jahr von Petrus Advisers als „mit sechs Mitgliedern evident überdimensioniert“ beschrieben worden.

    Mehr: Aareal Bank verkleinert Vorstand

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