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Nach SEB-Übernahme Gewerkschaft wehrt sich gegen Santander-Umbau

Vier Standorte der spanischen Bank Santander sollen künftig zu zweien zusammengelegt werden. Mitarbeiter, die ihre Jobs behalten wollen, wären gezwungen umzuziehen. Die Gewerkschaft fürchtet zudem geringere Gehälter.
12.10.2011 - 15:48 Uhr Kommentieren

Frankfurt Die Gewerkschaft Verdi wehrt sich gegen die Schließung von vier Standorten der spanischen Bank Santander ein Jahr nach der Übernahme der deutschen Filialen der schwedischen SEB. Santander will rund 350 frühere SEB-Angestellte in der Verwaltung zum Jahreswechsel in eine Service-Gesellschaft namens Geoban ausgliedern.

Geoban ist nicht an den Bankentarif gebunden und zahlt nach Angaben der Gewerkschaft geringere Gehälter als branchenüblich. Gut 260 Mitarbeiter sollen bis Ende 2012 von Hamburg nach Recklinghausen sowie von Frankfurt, Ratingen und Mannheim nach Mönchengladbach umziehen, wo diese Dienstleistungsfunktionen konzentriert werden.

„Das Vorgehen der Bank ist zynisch“, sagte der zuständige Verdi-Betreuer Jörg Reinbrecht der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Viele Mitarbeiter könnten nicht einfach umziehen. Die Maßnahme sei der erste Schritt zur Zerschlagung der ehemaligen SEB. „Verdi wird die geplante Schließung nicht widerspruchslos hinnehmen.“

Eine Santander-Sprecherin sagte, die Verlagerung zu Geoban entspreche dem europaweiten Modell bei Santander. Ein Arbeitsplatzabbau sei damit nicht verbunden und nicht beabsichtigt. „Wir brauchen jeden. Wir haben viele freie Stellen“, betonte sie. Die wechselnden Mitarbeiter hätten keine Gehaltseinbußen zu befürchten. In den nächsten Wochen sollen die Verhandlungen über einen Sozialplan anlaufen.

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    Die bisher in Deutschland vor allem als Ratenfinanzierer (Santander Consumer Bank) aktive spanische Bank hatte die 173 verlustreichen SEB-Filialen 2010 für 555 Millionen Euro übernommen. Die Zweigstellen wurden in Santander Bank umbenannt.

    • rtr
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