Neobroker: Kooperation von Trade Republic, Deutsche Bank und Citi: Wer davon wie profitiert
Das PFOF-Modell erlaubt es Neobrokern sehr günstige Konditionen anzubieten.
Foto: Trade RepublicFrankfurt. Es war eine Nachricht, die die gesamte Fintech-Branche in Deutschland in Aufregung versetzte: Am Donnerstag wurde bekannt, dass Trade Republic mit der Deutschen Bank und Citi künftig zwei neue Partner hat.
Bislang arbeitete der Berliner Neobroker für die treuhänderische Verwahrung von Depotverrechnungskonten ausschließlich mit der Berliner Solarisbank zusammen – zumindest in Deutschland. Vor allem zwei Fragen beschäftigen die Szene: Haben zwei etablierte Großbanken die Solarisbank ausgebootet? Und bedeutet die neue Konstellation das vollständige Aus der Zusammenarbeit zwischen den beiden Berliner Fintechs?
Beide Schlussfolgerungen gehen zu weit: Zwar übernimmt das Cash-Management in allen Märkten des Neobrokers künftig nicht mehr nur die Solarisbank, sondern auch Deutsche Bank und Citi – aber erst einmal nur für Neukunden und nur für wenige Bestandskunden, heißt es in Finanzkreisen.
Demnach verbleiben weiterhin zahlreiche Kunden bei der Solarisbank. „Wir haben Trade Republic in den vergangenen Jahren beim Aufbau von Europas führender Sparplattform begleitet und werden dies auch weiterhin tun“, sagte ein Solarisbank-Sprecher dem Handelsblatt.