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Neue Aufsichtsräte Deutsche Banker überwachen Hypo-Abwicklung

Die notverstaatlichte Hypo Alpe Adria hat der Bayern LB eine Menge Ärger bereitet. Nun soll die österreichische Staatsbank abgewickelt werden – mit der Unterstützung von deutschen Bankern.
23.05.2014 - 12:51 Uhr Kommentieren
Das Hauptquartier der Hypo Alpe Adria in Klagenfurt: Die Geschicke der Bank werden weiterhin vom alleinigen Eigentümer - dem Staat - bestimmt. Quelle: Reuters

Das Hauptquartier der Hypo Alpe Adria in Klagenfurt: Die Geschicke der Bank werden weiterhin vom alleinigen Eigentümer - dem Staat - bestimmt.

(Foto: Reuters)

Wien Die österreichische Staatsbank Hypo Alpe Adria holt sich für ihre Abwicklung Expertise aus Deutschland. Im Aufsichtsrat der Bank sei künftig neben dem Ex-Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter als Vorsitzendem auch der ehemalige Commerzbank-Risikovorstand Wolfgang Hartmann vertreten, teilte die Bank am Freitag mit. Sie sollen gemeinsam mit drei weiteren neuen Aufsichtsräten die Abwicklung der notverstaatlichten Ex-Bayern LB -Tochter überwachen. Das Hypo-Kontrollgremium, das vom Staat nominiert wird, wird dadurch um eine Person verkleinert.

Von den bisherigen Mitgliedern hatte sich Finanzminister Michael Spindelegger getrennt. „Ich bin zuversichtlich, dass das neue Team das letzte Kapitel in der Geschichte der Hypo Alpe Adria nun engagiert angehen wird“, sagte er. Das Gremium muss die weiteren Belastungen für die Steuerzahler durch den Rückbau der Bank über die kommenden Jahre so gering wie möglich halten. Gelingen soll das mit Hilfe einer staatlichen Bad Bank, in die die Hypo ihre nicht verkaufsfähigen Teile auslagert. Sie soll im Herbst an den Start gehen. Bislang hat das Institut mehr als fünf Milliarden Euro an Hilfen erhalten.

Spindelegger erhofft sich mit dem Schritt auch eine „Entpolitisierung“ des Gremiums. Die Geschicke der Bank werden jedoch weiterhin vom alleinigen Eigentümer - dem Staat - bestimmt. Neben den beiden Ex-Bankern aus Deutschland ziehen der frühere Chef der Kärntner Sparkasse, Alois Hochegger, die Speditionsfachfrau Regina Friedrich und die Geschäftsführerin des Bundesrechenzentrums, Christine Sumper-Billinger, in den Aufsichtsrat ein.

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