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Bundesfinanzministerium

Neben Werner Glatzer wird künftig auch Jörg Kukies als Staatssekretär in Olaf Scholz' Finanzministerium arbeiten.

(Foto: dpa)

Neue Bundesregierung Olaf Scholz holt Goldman-Sachs-Chef und einen Bahn-Vorstand ins Finanzministerium

Finanzminister Olaf Scholz holt neue Leute in die Wilhelmstraße. Jörg Kukies, Co-Chef bei Goldman Sachs, und Bahn-Vorstand Werner Gatzer werden Staatssekretäre.
19.03.2018 - 11:43 Uhr 21 Kommentare

Berlin Der neue Finanzminister Olaf Scholz weilt beim G20-Treffen in Argentinien, während in Berlin bedeutende Personalien verkündet werden: Der Co-Chef von Goldman Sachs in Deutschland, Jörg Kukies, wechselt als Staatssekretär ins Bundesfinanzministerium.

Kukies werde die Bereiche Finanzmarkt- und Europapolitik verantworten, teilte das Ministerium am Montag mit. Das Bundeskabinett muss der Berufung des 50-Jährigen noch zustimmen.

Harald Christ, Schatzmeister des Wirtschaftsforums der SPD e.V. verwies darauf, dass gerade die internationale Entwicklung auf dem Finanzsektor auch eine Herausforderung für den Finanzstandort Deutschland darstelle. „Mit Jörg Kukies ist das Bundesfinanzministerium diesbezüglich sehr gut aufgestellt“, betonte Christ.

Olaf Scholz sendet mit der Berufung ein völlig falsches Signal“, heißt es hingegen in einer Pressemitteilung der Nicht-Regierungsorganisation Lobbycontrol. „Das Finanzministerium sollte insbesondere vor dem Hintergrund der Cum/Ex- und Cum/Cum-Skandale auf eine kritische Distanz zur Branche achten.“ Zuerst hatte der „Tagesspiegel“ über die Personalie berichtet.

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    Zudem kehrt Deutsche-Bahn-Vorstand Werner Gatzer an die Wilhelmstraße zurück. Wie das Handelsblatt exklusiv berichtet hatte, wird Gatzer sich als neuer Staatssekretär um Haushaltsfragen kümmern.

    Bundesregierung: Jörg Kukies wechselt ins Finanzministerium Quelle: Verein zur Förderung des McCloy-Stipendienprogramms e.V.
    SPD-Mitglied

    Banker Jörg Kukies wird Staatssekretär

    (Foto: Verein zur Förderung des McCloy-Stipendienprogramms e.V.)

    Goldman-Banker Kukies war 17 Jahre lang für die US-Investmentbank tätig und zuletzt mit Wolfgang Fink Co-Chef von Goldman Sachs in Deutschland und Österreich. Nach seiner Promotion an der Universität Chicago hatte er bei der Investmentbank angeheuert, seit 2014 führt er die deutschen Niederlassungen. Der 50-Jährige ist SPD-Mitglied und war als Juso-Chef in Rheinland-Pfalz Vorgänger von Andrea Nahles.

    Auch die zweite Personalentscheidung von Olaf Scholz kommt unerwartet. Werner Gatzer hatte das Finanzministerium nämlich erst Ende des vergangenen Jahres verlassen, um bei der Deutschen Bahn anzuheuern. Anfang Januar übernahm er bei dem Staatskonzern den Vorstandsvorsitz der Konzernsparte Station & Service. Das Tochterunternehmen ist für die Bahnhöfe in Deutschland zuständig.

    Vor seinem Wechsel zur Bahn war Gatzer zwölf Jahre als Staatssekretär im Finanzministerium für den Haushalt zuständig, er diente in der Funktion erst Peer Steinbrück (SPD) und dann Wolfgang Schäuble (CDU). Dass Schäuble 2009 an dem SPD-Beamten festhielt, war eine Überraschung.

    Der CDU-Politiker wollte damals nicht auf die Erfahrung und Expertise des Haushaltsexperten verzichten. Zusammen gelang es Schäuble und Gatzer im Jahr 2014 den ersten Haushalt ohne neue Schulden seit Jahrzehnten zu erreichen.

    Auch Scholz hat erklärt, dass er an der schwarzen Null festhalten will. Und er wolle dabei ebenfalls auf die Expertise Gatzers zurückgreifen, erfuhr das Handelsblatt aus dem Bundesfinanzministerium. Der SPD-Vizekanzler wisse, wie schwierig die Haushaltsaufstellung in der neuen Großen Koalition werde und wolle dafür einen Experten, dem er voll vertraue. Scholz und Gatzer kennen sich schon lange, zuletzt haben sie bei der Bund-Länder-Finanzreform an entscheidenden Stellen mitverhandelt – wenn auch auf unterschiedlicher Seite.

    • dpa
    • jhi
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    21 Kommentare zu "Neue Bundesregierung: Olaf Scholz holt Goldman-Sachs-Chef und einen Bahn-Vorstand ins Finanzministerium"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Herr Rainer von Horn,

      auch ich habe rein zufällig diese Sendung gesehen und dabei 2 neue Informationen, die mir so nicht bekannt waren.

      Es war schon immer so::

      Zuhören und lesen bildet - bildet in Verbindung mit selbständiger Denkfähigkeit die Voraussetzung für das "Verstehen". Bei den Meisten ist es leider so, dass sich verstehen auf Akkustisches beschränkt und es beim Lesen schon reicht, die Überschrift gesehen zu haben.

    • @ Herr Wolf-Dieter Siebert 19.03.2018, 14:50 Uhr

      Aber Herr Siebert, lassen Sie doch die Leser entscheiden, wer sich hier lächerlich macht, die Politik oder die Kommentatoren, der HW Sinn hat übrigens bei Markus Lanz ein Super-Kommentar abgegeben (bei MMNews aufzurufen in dem Artikel "Sinn: EU plündert deutsche Sparkonten"), der Kommentar von dem Sinn ist auch bei näherem Hinsehen gar nicht so lächerlich, wie man erst meint. Viel Spaß bei der Lektüre.

    • Herr Richard Schmelzle 19.03.2018, 15:45 Uhr
      Das haben die Grünen und Roten aber nicht kapiert ...

    • Sorry Herr Löwenstein, Deutschland soll/ darf gar nicht verrecken, schließlich sollen die Deutschen noch für die Staatsschulden von Frankreich und co. haften...man darf gespannt sein wie das Ganze der deutschen Bevölkerung verkauft wird, so dass die braven deutschen Steuerzahler das als " alternativlos " akzeptieren...

    • Goldman Sachs?
      Alles klar, die Ausplünderung Deutschlands soll nicht nur von aussen durch Macron/EU, sondern auch von innen vorangetrieben werden.

      Es erfolgt wohl eine Bestandsaufnahme, wie und was man am besten ausplündern kann.
      Wundert mich nicht, die SPD hat ja viele Positionen der grünen Deutschlandhasser übernommen. EU über alles, ausländische Flüchtlinge vor eigenen Bedürftigen etc. .... Deutschland kann nebenbei verrecken, egal, ist eingeplant.

    • Wenn ich höre "hier wird der Bock zum Gärtner gemacht" dann kann mit Garten ja wohl nicht die Bundesrepublik gemeint sein - hier handelt es sich eher um einen Ziegenacker und insofern machen ein paar Böcke dann wieder Sinn :o)

    • Fakten sollte man einfach mal im Kopf aufnhemen ( oder versuchen dies nachzuvollziehen) und dann anerkennen bzw. handeln

    • Liebes Handelsblatt,

      bitte stellen Sie doch Ihre Kommentarfunktion ein! Was da so imDialog als Streiterei und Rechthaberei ausgtauscht wird beschädigt Ihren Ruf als seriöses Blatt und ist nur peinlich.

    • Da kommen wir dann bei 12 Monaten auf gute 25 Millionen Euro

      Spitze Herr Dr Grube! Und die Deutsche Bahn bedankt sich noch brav!

      Unfassbar in welchem Zustand sich diese Republik befindet!

    • Und hier noch ein Beispiel:
      2,3 Mio für 30 Tage Arbeit
      neuer Spitzenrekord für Herrn Grube ( tsja so etwas lernt man bei EADS / Airbus),
      ich schlage daher auch Herrn Dr Grube für eine überbezahlte Spitzenposition im Bundesfinanzministerium vor-
      ich sehe da ganz klare Zusammenhänge zischen Leistung und Anspruch unserer sogenannten Eliten- das ist mit Sicherheit kein Weg in die Zukunft!

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