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Neue Strategie Die Deutsche Bank steht vor der Spaltung

Die Deutsche Bank bereitet den größten Einschnitt ihrer Firmengeschichte vor. Das Geschäft mit Privatkunden – inklusive Postbank – soll neu an die Börse gebracht werden. Das sieht ein intern favorisiertes Modell vor.
23.03.2015 - 07:15 Uhr Kommentieren

Ungewisse Zukunft für die Postbank

Frankfurt Von 7.30 bis 22 Uhr dauerte die große Strategiesitzung der Deutschen Bank. Aufsichtsräte und Vorstände debattierten über den richtigen Weg in die Zukunft. Doch Paul Achleitner, Chef des Kontrollgremiums, gönnte den mehr als 20 Teilnehmern des Marathontreffens am Freitag in der Frankfurter Zentrale nur zwei Pausen. Zu viele Fragen waren zu klären. Vor allem: Wie soll die Bank aussehen? Und wie kann sie erfolgreicher sein als zuletzt? Am Ende war klar: Die Deutsche Bank, die alles für alle macht, wird es bald nicht mehr geben.

Der Vorstand, insbesondere Co-Chef Anshu Jain, habe fünf verschiedene Modelle vorgestellt, berichten Teilnehmer der Sitzung dem Handelsblatt. Schnell wurde deutlich, dass kosmetische Änderungen am Geschäftsmodell nicht reichen, um die Schwächen der Bank zu beheben – zum Beispiel die viel zu hohen Kosten und die mehr als magere Eigenkapitalrendite. Die sollte Ende vergangenen Jahres zwölf Prozent betragen, tatsächlich lag sie unter drei Prozent.

Statt kosmetischer Maßnahmen, die Probleme nur verdecken, favorisieren die meisten im obersten Führungskreis der Bank offenbar den radikalsten Umbauplan, intern „Model Five“ genannt. Danach, so berichten Teilnehmer, solle das größte deutsche Geldhaus quasi in zwei getrennte Banken aufgespalten werden.

Zum einen in eine Privatkundenbank für das Massengeschäft, in die auch die Postbank integriert würde. Bis 2017 sollen dem Modell zufolge mindestens 51 Prozent dieser Bank an die Börse kommen. Großbanken wie die spanische Santander oder die französische BNP könnten sich an der Privatkundenbank beteiligen. Um Kosten zu senken, ist ein Jobabbau geplant. „Tausende Mitarbeiter und Hunderte Filialen werden voraussichtlich zur Disposition stehen“, so ein Aufsichtsrat.

Zum anderen soll die neue Deutsche Bank AG zu den Wurzeln als Bank für Unternehmer und reiche Kunden zurückkehren – mit Vermögensverwaltung, dem Geschäftsbereich Zahlungsverkehr und einem reduzierten Investmentbanking. Die Bank will sich nicht äußern. Würde der Plan wahr, stünden die zwei Türme der Bank in Frankfurt („Soll und Haben“) symbolisch für die Teilung.

Trennung der zwei Türme
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