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Neue Studie KPMG fordert Europas Bankchefs zu mehr EU-Begeisterung auf

Erfolgreiche europäische Banken gibt es nur mit einer starken EU, sagt das Beratungshaus KPMG. In den Jahren nach der Coronakrise lauerten geopolitische Risiken.
05.07.2021 - 11:48 Uhr Kommentieren
Die Stadt hatte sich im Wettlauf um Neuansiedlungen und Arbeitsplätze, die wegen des Brexits in die Europäische Union verlagert werden müssen, im Bankensektor gut geschlagen. Quelle: dpa
Bankenskyline von Frankfurt am Main

Die Stadt hatte sich im Wettlauf um Neuansiedlungen und Arbeitsplätze, die wegen des Brexits in die Europäische Union verlagert werden müssen, im Bankensektor gut geschlagen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Berater von KPMG beschäftigen sich mit der Entwicklung des Finanzplatzes Europa. „Die Zukunft des europäischen Bankensektors – Was kommt nach der Coronakrise?“ heißt eine noch unveröffentlichte Studie, die dem Handelsblatt vorliegt und für die KPMG 30 Experten befragt hat.

KPMG prognostiziert darin für die kommenden Jahre eine stark wachsende Bedeutung von nachhaltigen Finanzierungs- und Anlagealternativen, bekannt unter dem Schlagwort ESG. Hinzu komme das Megathema Digitalisierung, das Europas Banken beschäftige.

So weit, so bekannt. Doch, so mahnen die Berater, der größte Treiber für den europäischen Bankensektor könnten in den Jahren nach der Coronakrise zwei geopolitische Faktoren sein: „der Grad der globalen Fragmentierung und der Grad der europäischen Integration“.

„Die Coronakrise hat vieles verändert“, erklärt KPMG-Vorstand Sven-Olaf Leitz. So sei die Bedeutung des politischen Handelns gestiegen. Vor allem durch „groß angelegte Stimuluspakete“ sei die „aktive Einflussnahme von Staaten auf das Wirtschaftsgeschehen“ noch einmal relevanter geworden. „Dies ist ablesbar etwa an der Zunahme der Spannungen zwischen den Großmächten, dem neuen Primat der Politik.“

Banken müssten sich auf die Entwicklungen in Europa und der fragmentierten Welt vorbereiten, so KPMG. Die Berater sehen vier Szenarien voraus. Im ersten Szenario wurstelt sich die EU durch wie heute, die Bankenunion bleibt aus. Damit hielte die Ertragsschwäche vieler Institute an, die Konsolidierung stocke.

In Szenario zwei wird Europa marginalisiert. „Die USA gehen zu einer konfliktären Handelspolitik über, und China versucht, in einem nicht einheitlich auftretenden Europa an Einfluss zu gewinnen.“ Für den Bankensektor bleibt nur noch „fokussiertes Geschäft in Nischen“.

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In Szenario drei reformiert sich die EU, agiert souverän und global wettbewerbsfähig. Bis 2025 wird die Banken- und Kapitalmarktunion vollendet, der Binnenmarkt intensiviert. „Für den Bankensektor bedeutet das: Aufgrund einer grenzüberschreitenden Konsolidierung gibt es weniger, aber größere Banken, die in einem international funktionsfähigen Markt wettbewerbsfähig sind“, heißt es.

Szenario vier wiederum geht von einer globalen Abschottung aus: der „Festung Europa“. In diesem Fall führt eine paneuropäische Konsolidierung zu wenigen Großbanken, dafür leidet das internationale Geschäft.

Die KPMG-Berater lassen erkennen, für welches Szenario ihr Herz schlägt: Nummer drei. Sie haben dann auch einen klaren Rat für Europas Bankvorstände: Diese sollten „die Politik zur Weiterentwicklung Europas drängen“, wie es Leitz formuliert. „Denn von der Zukunft und der Geschlossenheit der Europäischen Union hängt nicht nur das Schicksal des Sektors ab.“

Mehr: Kein großer, aber viele kleine Sieger: Diese Finanzplätze sind Gewinner des Brexits

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