Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Neuer Job für Colin Fan Ex-Deutsche-Bank-Manager heuert bei Softbank an

Der frühere Investmentbanking-Chef der Deutschen Bank, Colin Fan, heuert einem Medienbericht zufolge beim japanischen Telekommunikationskonzern Softbank an. Fan sorgte einst mit einem bankinternen Video für Furore.
14.06.2017 - 17:20 Uhr Kommentieren
Der ehemalige Deutsche-Bank-Manager scheint beim japanischen Telekommunikationskonzern Softbank einen neuen Job gefunden zu haben. Quelle: Reuters
Colin Fan

Der ehemalige Deutsche-Bank-Manager scheint beim japanischen Telekommunikationskonzern Softbank einen neuen Job gefunden zu haben.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Lange war es still um Colin Fan, den einstigen Co-Chef der Investmentbanking- und Handelssparte der Deutschen Bank. Nun scheint der Manager einen neuen Job gefunden zu haben. Die Nachrichtenagentur Bloomberg meldete am Mittwoch, Fan heuere beim japanischen Telekommunikations- und Medienkonzern Softbank an.

Der 44-Jährige war unter der Führung von Anshu Jain zum Co-Chef der Investmentbanking- und Handelssparte des größten deutschen Kreditinstituts aufgestiegen und hatte diese bis Oktober 2015 geleitet. Er verließ das Institut im Rahmen eines großen Vorstandumbaus im Oktober 2015, als der Brite John Cryan dort das Ruder übernahm.

Welche Rolle Fan bei Softbank spielen soll, ist unklar. Masayoshi Son, der Gründer des Unternehmens, hat mehrere frühere Deutsche-Bank-Manager eingestellt, die beim Management von Softbanks 93 Milliarden Dollar schweren Private-Equity-Fonds Vision Fund helfen sollen. Fan und ein Softbank-Sprecher wollten diese Information nicht kommentieren.

Wo die Chefs der Deutschen Bank weiter Karriere machten
Anshu Jain
1 von 10

Der frühere Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Anshu Jain, hat einen neuen Job: Nach einem Intermezzo als Berater für die Fintech-Firma Social Finance aus dem Silicon Valley wird Jain nun „President“ bei der US-amerikanischen Investmentbank Cantor Fitzgerald mit Sitz in New York City. Dort soll er sich um den Ausbau des Asien-Geschäftes kümmern. Anshu Jains Karriere endet also nicht mit dem Ausstieg aus der Deutschen Bank. Damit ist er als Ex-Deutsche-Bank-Chef in guter Gesellschaft ...

(Foto: dpa)
Josef Ackermann
2 von 10

Der Schweizer Bankmanager Josef („Joe“) Ackermann war von 2002 bis 2012 Vorstandsvorsitzender des größten deutschen Geldhauses. 2010 übte er parallel Tätigkeiten für die Zurich Insurance Group (damals noch Zurich Financial Services AG) aus und wechselte nach seinem Ausscheiden bei der Deutschen Bank vollständig dort hin. Von Ende März bis August 2013 war er Verwaltungsratspräsident der Zurich Insurance Group. Seit Ende 2014 ist Ackermann Aufsichtsratsvorsitzender der Bank of Cyrus.

(Foto: dpa)
Rolf E. Breuer
3 von 10

Rolf E. Breuer war von 1997 bis 2002 Vorstandssprecher und von 2002 bis 2006 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank – und sorgte mit seinen kritischen Äußerungen zur Mediengruppe Kirch für Furore. Nach seiner Amtsniederlegung ist Breuer im Ruhestand, übt aber zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten aus: Der heute 69-Jährige war und ist laut FAZ Mitglied in mehr als 30 Kuratorien und Gremien, unter anderem sitzt er im Hochschulrat der Goethe-Universität Frankfurt und ist Förderer der Komischen Oper in Berlin. Gemeinsam mit anderen Ex-Vorständen der Deutschen Bank teilt er sich ein Büro in Frankfurt.

(Foto: dpa)
Hilmar Kopper
4 von 10

Der 1935 in Polen geborene Hilmar Kopper war von 1989 bis 1997 Vorstandssprecher der Deutschen Bank. Danach wechselte er in den Aufsichtsrat von DaimlerChrysler, wo er von 1998 bis 2007 Vorsitzender war. Später wurde Kopper Chefkontrolleur der HSH Nordbank, später dann Aufsichtsratsvorsitzender. Ende Februar 2013 legte er sein Amt nieder.

(Foto: Imago)
Wilfried Guth
5 von 10

Der Neffe von Ex-Bundeskanzler Ludwig Erhard, Wilfried Guth, war von 1976 bis 1985 einer der beiden Vorstandssprecher und bis 1990 Aufsichtsratschef der Deutschen Bank. Dem Kontrollgremium gehörte er bis 1995 an. Auch bei anderen Spitzenunternehmen wie Allianz, Siemens oder Henkel hatte er Aufsichtsratsmandate inne. Guth starb am 15. Mai 2009 im Alter von 89 Jahren. Auf Wilfried Guth folgte Alfred Herrhausen an der Spitze der Deutschen Bank. Herrhausen war ab 1985 gemeinsam mit Friedrich Wilhelm Christians Vorstandssprecher, ab 1988 alleiniger Vorstandschef. Weltweites Aufsehen erregte sein Tod: Als Herrhausen am 30. November 1989 sein Haus in Bad Homburg vor der Höhe verließ, um mit dem Dienstwagen zur Arbeit zu fahren, wurde er Opfer eines Bombenattentates. Später bekannte sich die linksterroristische RAF zu dem Mord.

(Foto: Imago)
Friedrich Wilhelm Christians
6 von 10

Friedrich Wilhelm Christians, dessen Berufswunsch eigentlich Diplomat gewesen war, fand während seines Praktikums bei der Deutschen Bank Gefallen am Bankgeschäft. Der „Außenpolitiker“ war 1985 der erste westliche Wirtschaftsvertreter, der mit Michail Gorbatschow sprach und danach einen 3,5-Milliarden-Mark-Kredit einfädelte. 1965 wurde er in den Vorstand der Deutschen Bank berufen, 1976 stieg er gemeinsam mit Wilfried Guth zum Vorstandssprecher auf, bis er 1988 in den Aufsichtsrat wechselte. Bis zu seinem Tod blieb er der Deutschen Bank treu.

(Foto: Imago)
Franz Heinrich Ulrich
7 von 10

Nach seinem Jura-Examen trat Franz Heinrich Ulrich 1936 in die Deutsche Bank ein, bis er 1939 zum Kriegsdienst einberufen wurde. Obwohl er im Krieg schwer verwundet wurde, arbeitete er danach als persönlicher Mitarbeiter von Hermann Josef Abs bei der Deutschen Bank weiter. Als dessen Nachfolger Karl Klasen Anfang 1970 zur Deutschen Bundesbank wechselte, wurde Ulrich alleiniger Vorstandssprecher und anschließend Aufsichtsratsvorsitzender bis zum Juli 1984. Wegen der Spätfolgen seiner schweren Kriegsverletzung zog er sich danach in den Ruhestand zurück.

(Foto: Deutsche Bank AG Historisches Institut)

Persönlich bekannt ist Fan der Führung des Vision Funds aber auf jeden Fall: Der für strategische Finanzierung zuständige Softbank-Manager, der auch Mitglied im Investment-Kommittee des Vision Funds ist, heißt Rajeev Misra. Misra hatte zwischen 1997 und 2008 das Derivate-Geschäft der Deutschen Bank mit aufgebaut und soll in dieser Zeit einige der berühmt-berüchtigten Händler des Instituts eingestellt haben, darunter Colin Fan und Greg Lippmann. Letzterer wettete als einer der ersten Händler im Vorfeld der Finanzkrise gegen die wackeligen amerikanischen Hypotheken-Wertpapiere.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Fan gelangte bankintern zu einer gewissen Berühmtheit, als er sich 2014 als er sich in einem internen Video als Vorkämpfer für einen Kulturwandel in der Deutschen Bank inszenierte. „Um es klar zu sagen: Unser Ruf bedeutet alles. Zu prahlen, indiskret oder vulgär zu sein ist nicht in Ordnung. Jede Kommunikation, die auch nur ansatzweise als unprofessionell angesehen werden könnte, hört auf. Jetzt sofort“, forderte er damals und drohte Abweichlern Konsequenzen an.

    Später sickerte dann durch, dass die Konzernrevision der Bank Finanzkreisen zufolge ein Geschäft untersuchte, bei dem sich Fan und fünf andere Händler auf Kosten der Bank privat hohe Gewinne zugeschanzt haben sollen. Der Deal soll einer der Gründe dafür gewesen sein, dass Fan, der die Vorwürfe bestreitet, die Bank verließ. Das Institut kommentiert das nicht.

    Der Vision Fund ist ein Finanzinvestor, der in Technologie-Firmen investieren soll. Zu den Geldgebern der ersten Finanzierungsrunde zählen neben Softbank auch die Staatsfonds von Saudi-Arabien und Abu Dhabi und Apple. Fan ist bislang nicht als Technologie-Kenner oder -Investor aufgefallen. Er hatte bis zu seinem Aufstieg zum Co-Investmentbanking-Chef den Aktien- und Kredit-Handel geleitet. Er wäre dort aber nicht der einzige Deutsch-Banker. Auch Nizar Al-Bassam und Dalinc Ariburnu, die als Berater bei Softbank aktiv sind, haben früher für die Deutsche Bank gearbeitet.

    • yo
    Startseite
    Mehr zu: Neuer Job für Colin Fan - Ex-Deutsche-Bank-Manager heuert bei Softbank an
    0 Kommentare zu "Neuer Job für Colin Fan: Ex-Deutsche-Bank-Manager heuert bei Softbank an"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%