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Niederländische Großbank ABN Amro rutscht in die Verlustzone

Die Folgen der Coronakrise belasten die niederländische Großbank. Für drohende Kreditausfälle legte ABN Amro 1,1 Milliarden Euro zur Seite.
13.05.2020 - 08:50 Uhr Kommentieren
In den kommenden Monaten erwartet das Institut weitere Kreditausfälle. Quelle: Reuters
ABN Amro

In den kommenden Monaten erwartet das Institut weitere Kreditausfälle.

(Foto: Reuters)

Amsterdam: Das niederländische Geldhaus ist im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand ein Verlust von 395 Millionen Euro nach einem Gewinn von 478 Millionen Euro vor Jahresfrist, wie ABN Amro mitteilte. Im Tagesgeschäft sei es gut gelaufen, die Belastungen in Folge der Coronakrise seien aber sehr hoch, sagte Bankchef Robert Swaak.

Die Bank hatte bereits angekündigt, dass sie für das erste Quartal einen Verlust rechnet. Allerdings fiel das Minus jetzt größer aus als erwartet.

Für drohende Kreditausfälle legte ABN Amro 1,1 Milliarden Euro zur Seite. Fast die Hälfte davon stamme aus einem Geschäft mit einem Hedgefonds sowie einem möglichen Betrugsfall in Singapur.

In den kommenden Monaten erwartet das Institut weitere Kreditausfälle, die Risikovorsorge werde bis zum Jahresende voraussichtlich auf 2,5 Milliarden Euro steigen. Finanzaufseher rechnen damit, dass der größte Batzen an Kreditausfällen im Sommer auf die europäischen Banken zukommt.

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