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Notenbank-Chef Euro-Ausstieg keine Lösung für Italiens Probleme

In Umfragen erreichen die italienischen Euro-Gegner hohe Werte. Notenbank-Chef Ignazio Visco stellt sich gegen den Trend – und warnt vor einem Austritt aus dem Euro. Italiens Probleme könnten so nicht gelöst werden.
31.05.2017 - 14:05 Uhr 1 Kommentar
Der Notenbank-Chef will die moderate Erholung nutzen, um die öffentlichen Finanzen in Ordnung zu bringen und die Schulden zu senken. Quelle: dpa
Ignazio Visco

Der Notenbank-Chef will die moderate Erholung nutzen, um die öffentlichen Finanzen in Ordnung zu bringen und die Schulden zu senken.

(Foto: dpa)

Rom Italiens Notenbank-Chef Ignazio Visco hat angesichts hoher Umfragewerte von Euro-Gegnern vor einem Austritt aus dem Währungsraum gewarnt. „Es ist eine Illusion, anzunehmen, dass Italiens Wirtschaftsprobleme einfacher außerhalb der Wirtschafts- und Währungsunion gelöst werden könnten“, sagte Visco am Mittwoch in Rom. Vielmehr müsse die moderate Erholung genutzt werden, um die öffentlichen Finanzen in Ordnung zu bringen und die Schulden zu senken. Vor allem der hohe Schuldenberg von 132 Prozent des Bruttoinlandsprodukts mache den Staat anfällig und belaste die Wirtschaft. In der Euro-Zone ist nur Griechenland stärker verschuldet.

Zuletzt wuchsen Sorgen vor einem Erstarken der Euro-Gegner, die die strikten Haushaltsregeln der Währungsgemeinschaft für das chronisch schwache Wachstum in Italien verantwortlich machen. Dies belastete auch die Finanzmärkte. Die europakritische Fünf-Sterne-Bewegung, die ein Referendum über den Verbleib im Währungsraum anstrebt, liegt in Umfragen Kopf-an-Kopf mit den Sozialdemokraten (PD) von Regierungschef Paolo Gentiloni bei etwa 30 Prozent.

Zugleich wird eine Neuwahl schon im Herbst immer wahrscheinlicher, nachdem sich die großen Parteien nach Angaben von PD-Chef Matteo Renzi auf die Einführung eines Verhältniswahlrechts verständigt hatten. Die Fünf-Sterne-Bewegung und Renzi wollen im September wählen. Formell muss bis Mai 2018 gewählt werden.

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    1 Kommentar zu "Notenbank-Chef: Euro-Ausstieg keine Lösung für Italiens Probleme"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die Lösung für alle Euro-Probleme ist Deutschland! Der Deutsche Steuerzahler bezahlt letztendlich dafür. Egal ob Target-Salden, ESM, Anleihenkäufe der EZB, .... Letztendlich muß alles bezahlt werden. Die Griechen werden es ganz sicher nicht bezahlen...

      Interessant, dass die Netto-Empfängerländer deutlich geringe Steuer- und Abgabensätze haben als Deutschland. Interessantes Beispiel Erbschafts und Schenkungssteuer für Ehegatten:
      0% Bulgarien
      0% Dänemark
      bis 30% Deutschland
      0% Estland
      0% Frankreich
      1% Griechenland
      0% Irland
      4% Italien
      0% Lettland
      0% Litauen
      0% Luxemburg
      0% Malta
      0% Österreich
      0% Polen
      0% Portugal
      0% Rumänien
      0% Schweden
      0% Slowakei
      0% Slowenien
      0% Tschechien
      0% Vereinigtes Königreich
      0% Zypern
      0% Island
      0% Schweiz
      0% Russland

      Das Argument der "Sozis", dass das Erbschaftssteueraufkommen in Deutschland eh so gering ist, spricht dafür, diese Steuer dann an die Sätze der anderen Länder anzupassen und abzuschaffen!

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