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Österreich Banken brauchen zehn Milliarden mehr Kapital

Nach Angaben der Oesterreichischen Nationalbank brauchen die Banken des Alpenlandes zehn Milliarden zusätzliches Kapital. Ob sie den europaweiten Banken-Stresstest bestehen, bleibt offen.
20.04.2011 - 17:39 Uhr Kommentieren
Auch die Erste Group Bank nimmt am europaweiten Banken-Stresstest teil. Quelle: ap

Auch die Erste Group Bank nimmt am europaweiten Banken-Stresstest teil.

(Foto: ap)
Wien

Österreichs Banken brauchen bis 2019 rund zehn Milliarden Euro zusätzliches Kapital. Nur so könnten die Institute die strengeren Vorgaben für die harte Kernkapitalquote (Core Tier 1) nach Basel III erfüllen, sagte der Direktor der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Andreas Ittner, am Mittwoch in Wien. "Aus unserer Sicht ist es wichtig, die Puffer gegen heimische und ausländische Risiken zu stärken", betonte er. Mit einer stärkeren Kapitalbasis könnten sich die Geldhäuser auch günstigere Refinanzierungskosten sichern.

Nach Basel III müssen die Banken ab 2019 eine harte Kernkapitalquote von insgesamt mindestens sieben Prozent ausweisen. In der Realität dürften es sogar mehr sein, betonte Ittner. Schon bei der normalen Kernkapitalquote (Tier 1) seien die sechs führenden österreichischen Banken Mitte 2010 mit etwa 9,4 Prozent hinter ihre internationalen Konkurrenten zurückgefallen, die auf über zehn Prozent gekommen seien.

Ob die österreichischen Banken den diesjährigen europaweiten Banken-Stresstest bestehen werden, wollte Ittner nicht sagen. An dem Test nehmen drei heimische Institute teil: Erste Group Bank, Raiffeisen Bank International und Österreichische Volksbanken. Insgesamt werden dieses Mal 90 Institute auf Herz und Nieren geprüft. Die Ergebnisse sollen im Juni veröffentlicht werden.

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