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Österreich Raiffeisen erwartet schnelles Ende der Coronakrise

Obwohl das Coronavirus das Kreditgeschäft bremst, steht die Raiffeisen Bank International der Situation verhalten optimistisch gegenüber.
18.03.2020 - 11:45 Uhr Kommentieren
Die Bank passt ihre Ziele für das Kreditwachstum an - und bleibt dennoch optimistisch. Quelle: Reuters
Raiffeisen Bank International

Die Bank passt ihre Ziele für das Kreditwachstum an - und bleibt dennoch optimistisch.

(Foto: Reuters)

Wien Als Berufsoptimist gilt Johann Strobl nicht. Dennoch begreift CEO der österreichischen Raiffeisen Bank International (RBI)  die Corona-Krise nur als „Delle“ mit einem vergleichsweise schnellen Ende. „Ich hoffe, im dritten und vierten Quartal wieder in einen normalen Modus zurückkehren“, sagte der CEO am Mittwoch in Wien bei der Vorlage der Jahresbilanz.

„Ich würde die Leistungsfähigkeit und die Anpassungsfähigkeit der europäischen Wirtschaft nicht unterschätzen“, fuhr er fort. „Es ist eine Gesundheitskrise und keine Wirtschaftskrise.“ Eine Finanzkrise wie beim Zusammenbruch der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers gebe es nicht.

Dennoch passt das Institut aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus seine Ziele an. Da mit einer schweren Rezession in der Eurozone zu rechnen sei und diese negative Folgen auf die Märkte der RBI haben werde, müssten die Erwartungen für das Kreditwachstum im laufenden Jahr reduziert werden, teilte die stark in Osteuropa aktive Bank am Mittwoch mit.

Für die Eurozone rechnet die RBI beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einem Minus von vier Prozent. „In manchen Ländern kann die Rezession aber auch bis zu minus sechs Prozent betragen“, sagte Strobl. Für sein eigenes Haus sieht der Vorstandschef keinen Grund, um sich Zukunftssorgen zu machen. „Wir gehen von einer Position der Stärke in diese Krise“, betonte er.

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    Für Märkte wie Tschechien oder die Slowakei erwartet er in den nächsten Jahren wieder eine starke Erholung. Für Russland prognostiziert die RBI unterdessen eine ökonomische Stagnation. „Wir sehen ein Nullwachstum und keine Rezession.“ Trotz des Ölpreisverfalls könne Russland  über viele Jahre von seinen finanziellen Reserven zehren.

    Die RBI ist vom Einbruch in der Tourismusbranche, insbesondere in Österreich, sowie in ihren Auslandsmärkten Kroatien und Bulgarien betroffen. Um die Hoteliers in der Alpenrepublik macht sich Strobl angesichts der nach seiner Meinung guten Eigenkapitalsituation vieler Betriebe jedoch wenig Sorgen. Das Kreditvolumen der RBI in Südosteuropa im Bereich Tourismus sei zudem überschaubar.

    RBI will an seine Aktionäre wieder eine Dividende in Höhe von 20 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses ausschütten. Im vergangenen Jahr erzielte das Geldinstitut mit 47.000 Mitarbeitern in Mittel- und Osteuropa ein Konzernergebnis von 1,2 Milliarden Euro.

    Die verhalten optimistische Einschätzung der Osteuropa-Bank wird auch von Ökonomen unterstützt. Das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche geht in der Region von einem Wachstum von 1,1 Prozent in diesem Jahr aus.

    Nach dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 verzeichnete Osteuropa einen Einbruch des Wirtschaftswachstums von mehr als fünf Prozent. „Davon gehen wir derzeit aber noch nicht aus“, sagte Exekutiv-Direktor Mario Holzner in Wien.

    Mehr: Deutsche Banken schließen vorübergehend Teile ihrer Filialnetze – Bargeldversorgung gesichert.

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