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Online-Banking Erste Bank startet Plattform im Ausland

Die Wiener Erste Bank will ihre Online-Bankng-Plattform „George“ bald auch im Ausland anbieten. In Österreich hat die Plattform bereits über eine Million aktive Nutzer. Das Projekt startet in der Slowakei und Tschechien.
13.02.2017 - 08:50 Uhr Kommentieren
Österreichs größter Bank will groß raus: Mit dem im Heimatland erfolgreichen Online-Banking-Portal will die Erste Group Bank  Europa erobern. Quelle: Reuters
Erste Group Bank

Österreichs größter Bank will groß raus: Mit dem im Heimatland erfolgreichen Online-Banking-Portal will die Erste Group Bank Europa erobern.

(Foto: Reuters)

New York Die Wiener Erste Group Bank AG wird ihre Online-Banking-Plattform George, die in Österreich bereits etwa 1,5 Millionen aktive Nutzer hat, nun auch außerhalb des Heimatmarktes anbieten. Wie die größte Bank des Landes gegenüber Bloomberg erklärte, geht es im Januar mit der Slowakei los. Tschechien soll in der zweiten Jahreshälfte 2018 folgen. In beiden Ländern ist Erste Group mit eigenen Töchtern aktiv.

„Mit der Technologie von George wollen wir so etwas wie der iTunes-Store im Banking werden“, sagt Peter Bosek, Chief Retail Officer der Erste Group. Die Online-Plattform verfügt über einen Plug-In-Laden, über den Nutzer einzelne Zusatz-Optionen erwerben können. Auch Drittanbieter dürfen hier ihre Dienste anbieten.

Bis zum Jahr 2020 soll George allen 16 Millionen Kunden in sämtlichen Märkten von Erste zur Verfügung stehen. Kooperationen mit anderen Banken außerhalb der Gruppe sind angedacht.

Auch von Finanzdienstleistern aus Deutschland gibt es nach Angaben von Erste Interesse. Bei Konferenzen und anderen Gelegenheiten hätten sich die Kollegen aus dem Nachbarland die Plattform zeigen lassen. Vertragsverhandlungen gebe es aber noch nicht. Sollte es zu einer Zusammenarbeit kommen, kann sich Erste beispielsweise eine Lizenzvergabe vorstellen, während die jeweiligen Partner ihrerseits George dann als eigenes Produkt anbieten würden.

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Standort erkennen

    Rund 41 Prozent der deutschen Bank-Entscheider sehen in Fintechs mit eigener Banklizenz, so genannten Neobanken, ernsthafte Konkurrenz, weil sie das Geschäftsmodell der Banken als Ganzes und nicht nur eine Nische besetzen. Das ist das Ergebnis des Branchenkompass Banking 2017 von Sopra Steria Consulting und dem F.A.Z.-Institut. Es basiert auf Diskussionen und Umfragen unter 103 Führungskräften aus Banken und Kreditinstituten. Berücksichtigt wurden Dienstleister mit einer Bilanzsumme von über 500 Millionen Euro.

    In Österreich war George im Jahr 2015 als Angebot für Kunden der Erste-Gruppe und der dortigen Sparkassen an den Start gegangen. Entwickelt wurde die Plattform vom internen Fintech Erste Hub. Dieses verfügt über einen Mitarbeiterstamm von etwa 50 Leuten.

    Zu den Apps, die sich bei der Plattform dazu buchen lassen, gehört "Rechnung2George". Mit dieser können Kunden ihrer Rechnungen hochladen, die dann automatisch in Überweisungen umgewandelt werden.

    • Bloomberg
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