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Klarna

Sofortüberweisungen erledigt in Deutschland die Sofort GmbH. Diese gehört seit 2014 zur schwedischen Klarna-Gruppe.

(Foto: Reuters)

Online bezahlen Das sind die Vor- und Nachteile von Sofortüberweisungen

Die Sofortüberweisung gilt als eine der schnellsten Bezahlmethoden im Internet. Die Vor- und Nachteile der Technik.
21.10.2020 Update: 10.02.2021 - 08:58 Uhr Kommentieren

Während der Coronakrise bekommt die Digitalisierung in vielen Lebensbereichen der Deutschen einen Schub. Auch ihre Einkäufe erledigen sie zunehmend via Internet.

Beim Bezahlen sind die Deutschen dagegen konservativ. Am liebsten kaufen sie auf Rechnung und überweisen das Geld nach Erhalt der Ware. Gemessen am Umsatz kommt der Rechnungskauf auf einen Anteil von einem Drittel, wie das Handelsforschungsinstitut EHI ermittelt hat.

Dahinter folgen der US-Bezahldienst Paypal und die Lastschrift mit je etwa 20 Prozent. Kreditkartenzahlungen kommen auf einen Umsatzanteil von knapp elf Prozent. Noch darunter liegen Bezahlmethoden wie Sofortüberweisung, Giropay und Paydirekt. Die letzten beiden stammen von den deutschen Banken und sollen bald zu einem System verschmelzen.

Für Verwirrung sorgt bei manchen Verbrauchern die Bezeichnung „Sofortüberweisung“. Dahinter steht ein Bezahlsystem, das ursprünglich von dem deutschen Start-up Sofort GmbH entwickelt wurde und seit 2014 zum schwedischen Zahlungsdienstleister Klarna gehört.

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    Das „Sofort“ im Firmennamen bezieht sich darauf, dass die Kunden unmittelbar beim Online-Einkauf eine Überweisung auslösen – und nicht etwa zu einem späteren Zeitpunkt ihr Online-Banking öffnen und es dann tun. Einen Zusammenhang zu Echtzeitüberweisungen, die Banken inzwischen mehr und mehr anbieten und wobei Geld binnen Sekunden überwiesen wird, besteht dabei nicht.

    Doch was genau passiert, wenn man eine Sofortüberweisung tätigt und welche Vorteile und Nachteile gibt es? Alles Wissenswerte zur Sofortüberweisung auf einen Blick.

    Wie funktioniert die Sofortüberweisung?

    Wenn Kunden online einkaufen, müssen sie am Ende ihrer Bestellung zwischen verschiedenen Bezahlmethoden wählen. Entscheiden sie sich für die Sofortüberweisung, werden sie bei Abschluss der Transaktion zu einem Online-Überweisungsformular weitergeleitet. Ein neues Fenster poppt auf, wo bereits vorausgefüllt der Zahlungsempfänger sowie der Überweisungsbetrag stehen.

    Die Kunden müssen nun bestätigen, dass dieses Geld via Sofortüberweisung von ihrem Konto abgebucht werden darf. Voraussetzung dafür ist ein Online-Banking-Account. Sie wählen die Bankleitzahl ihrer Bank aus und geben dann die Zugangsdaten für ihr Online-Banking-Konto ein.

    Genau wie bei einer normalen Online-Überweisung, erhalten sie anschließend einen Sicherheitscode (abgekürzt eine TAN), um die Transaktion zu bestätigen. Wurde die TAN erfolgreich eingegeben, ist der Kauf abgeschlossen. Auch dem Online-Händler wird bestätigt, dass die Zahlung angestoßen wurde.

    Was ist der Unterschied zu anderen Bezahlmethoden?

    Nachdem eine Transaktion per Sofortüberweisung abgeschlossen wurde, erhält der Verkäufer sofort eine Zahlungsbestätigung und kann die Ware verschicken. Allerdings ist das Geld nicht sofort auf dem Konto des Onlinehändlers. Die Sofort GmbH prüft zunächst, ob das Konto des Käufers ausreichend gedeckt ist und wickelt die Zahlung später mit dem Verkäufer ab.

    Der US-Bezahldienst Paypal übernimmt ebenfalls eine Vermittlerrolle zwischen Kunde und Verkäufer, das Geld wird vom Konto oder der Kreditkarte des Kunden abgebucht. Sehr sicher ist für Verbraucher auch der Kauf auf Rechnung, denn dabei bezahlen sie erst, wenn sie die Ware erhalten haben. Die Verfahren Giropay und Paydirekt sind in den Online-Shops dagegen weniger verbreitet. Während Kunden sich bei Paydirekt registrieren müssen und Käufe per Passwort bestätigen, legitimiert man sich bei Giropay über die Kontodaten.

    Beim Lastschriftverfahren wird der Verkäufer ermächtigt, den Betrag nach Abwicklung des Geschäfts vom Konto des Käufers abzubuchen. Auch dieses Verfahren gilt als sicher, da die Kontoinhaber fehlerhaften Abbuchungen acht Wochen lang widersprechen und die Überweisung zurückholen können. Der Kauf per Vorkasse wird von Verbraucherschützern dagegen nicht empfohlen, weil die Kunden dabei in Vorleistung gehen und nicht abgesichert sind, falls der Verkäufer keine Ware sendet.

    Lesen Sie dazu: Kasse statt Bankschalter – Welche Supermärkte den Service anbieten

    Welche Vor- und Nachteile hat die Sofortüberweisung?

    Wie andere Überweisungsmethoden auch, hat die Sofortüberweisung verschiedene Vorteile, aber auch Nachteile. Die Vor- und Nachteile auf einen Blick:

    Vorteile

    • Da der Onlinehändler umgehend eine Zahlungsbestätigung erhält, kann er die Bestellung auch sofort bearbeiten und die Ware verschicken. Die schnelle Lieferung bei Sofortüberweisung ist aus Käufersicht ein Vorteil.
    • Käufer können die Sofortüberweisung nutzen ohne sich dafür registrieren zu müssen – anders als zum Beispiel bei Paypal. Gerade bei einem einmaligen Kauf ist das von Vorteil.
    • Die Zahlung per Sofortüberweisung ist einfach und schnell, da das Zahlungsformular bereits ausgefüllt ist. Kunden müssen somit kaum noch Daten selbst eingeben.

    Nachteile

    • Ein Nachteil kann darin gesehen werden, dass ein weiteres Unternehmen mit den Daten der Kunden in Berührung kommt. Die Sofort GmbH ist jedoch ein Zahlungsdienstleister, der von der Finanzaufsicht Bafin reguliert wird.
    • Der Kunde stimmt mit der Nutzung der Bezahlmethode umfangreichen Datenschutzbestimmungen von Sofort zu: Die Sofort GmbH nutzt den Zugriff auf das Konto etwa, um zu prüfen, ob es gedeckt ist.
    • Neben der Sofortüberweisung bieten manche Händler auch den Rechnungskauf via Klarna und die Klarna-Ratenzahlung an. Klarna selbst macht Kunden das Angebot, dass sie über eine App ihre Bezahlmethode in Ratenzahlung umwandeln. Wer das nutzen möchte, muss sich bewusst sein, dass dabei hohe Zinsen für die Ratenzahlung anfallen.

    Ist das Bezahlen per Sofortüberweisung sicher?

    Zwischenzeitlich hatten Banken es ihren Kunden untersagt, Geheimnummer (PIN) und TAN an Dritte weiterzugeben. Für bestimmte Dienstleister, sogenannte Zahlungsauslösedienste und Kontoinformationsdienste, die von der Finanzaufsicht reguliert werden, gilt das inzwischen nicht mehr. Wegen der EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 sind Banken nun verpflichtet, solchen Dienstleistern – auf Wunsch der Kunden – Zugriff zu den Konten zu gewähren.

    Zudem hat die Sofort GmbH das TÜV-Siegel „Geprüfter Datenschutz“ erhalten. Dieses bestätigt, dass das Unternehmen Daten weder speichert noch an unbefugte Parteien weitergibt. Vor diesem Hintergrund gilt das Bezahlverfahren als sicher.

    Mehr: Was Bankkunden zu Überweisungen wissen sollten.

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