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Onlinebank Comdirect profitiert von Börsenturbulenzen

Der durch US-Präsident Donald Trump angezettelte Handelsstreit hatte zu Unruhen an den Börsen geführt. Dabei gab es aber auch Gewinner.
25.04.2018 - 10:22 Uhr Kommentieren
Die Kunden der Bank haben „die Volatilität an den Börsen genutzt und sehr rege gehandelt“, erklärte Comdirect-Chef Arno Walter. Quelle: picture alliance/dpa
Online-Bank Comdirect

Die Kunden der Bank haben „die Volatilität an den Börsen genutzt und sehr rege gehandelt“, erklärte Comdirect-Chef Arno Walter.

(Foto: picture alliance/dpa)

Quickborn/Frankfurt Die Unruhe an den Börsen zu Jahresbeginn hat sich als Glücksfall für die Onlinebank Comdirect erwiesen. Der Gewinn im ersten Quartal legte merklich zu, getrieben von den Gebühren für Wertpapiergeschäfte.

„Die Anzahl an Trades ist auf Rekordniveau“, erklärte Bankchef Arno Walter am Mittwoch. „Wir haben zum einen mehr Kunden und zum anderen haben die Kunden die Volatilität an den Börsen genutzt und sehr rege gehandelt.“ Insbesondere der von US-Präsident Donald Trump angezettelte Handelsstreit hatte weltweit dafür gesorgt, dass Anleger Wertpapiere umschichteten.

Comdirect konnte dadurch den Gewinn im ersten Quartal auf 21,7 Millionen Euro steigern, wie die Commerzbank-Tochter am Firmensitz in Quickborn bei Hamburg mitteilte. Das waren 6,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Dazu trug auch ein wieder besser laufendes Spar- und Kreditgeschäft bei – trotz der anhaltenden Niedrigzinsen. Dem standen allerdings höhere Kosten gegenüber.

Walter hatte das Geschäft der Comdirect durch die Übernahme des Onlinebrokers Onvista, durch eine digitale Vermögensverwaltung sowie neue Smartphone-Apps und die Nutzung sprachgesteuerter Dienste wie Amazons Alexa angekurbelt. Insgesamt hat die Comdirect nun 3,4 Millionen Kunden – das ist ein Zuwachs um rund 54 000 binnen drei Monaten.

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    Den aktivistischen Investor Petrus Advisers, der mit unter drei Prozent an der Online-Bank beteiligt ist, hat Vorstandschef Walter selbst noch nicht getroffen. Er komme mit relevanten Investoren zusammen, die die Meldeschwelle von drei Prozent überschritten hätten, ansonsten sei Finanzchef Dietmar von Blücher für Investorengespräche zuständig und habe sich auch mit Petrus getroffen. Wir behandeln Petrus wie jeden anderen Investor auch, sagte Walter.

    Der Investor fordert bei Comdirect unter anderem Umbesetzungen im Management, einen unabhängigen Aufsichtsrat, einen Verkauf der Tochter eBase und Kosteneinsparungen von 25 Millionen Euro. Petrus-Mitgründer Klaus Umek hatte vergangenen September angekündigt, die Beteiligung an Comdirect auf über fünf Prozent aufstocken zu wollen. Nur vergleichsweise wenige Comdirect-Aktien sind im Streubesitz

    Comdirect ist börsennotiert, gehört aber zu 82 Prozent der Commerzbank. Der Mutterkonzern legt am 15. Mai seine Quartalsbilanz vor.

    • dpa
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