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Paul Achleitner Der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank ist angezählt

Es ist ruhig geworden um den Chefkontrolleur des größten deutschen Geldinstituts. Spätestens 2022 will er Platz machen für einen Nachfolger. Den sucht er selbst.
12.03.2020 - 17:45 Uhr Kommentieren
Der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank sucht nach einem Nachfolger. Quelle: Reuters
Paul Achleitner

Der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank sucht nach einem Nachfolger.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Es gab Zeiten, da war Paul Achleitner der wohl umstrittenste Aufsichtsratschef in der Dax-30-Riege. Kritiker geben dem Chefkontrolleur bis heute eine Mitschuld daran, dass die Deutsche Bank viel zu spät erkannt hat, dass sie sich ihr teures Kapitalmarktgeschäft nicht mehr in der bisherigen Form leisten kann. Und Achleitner tat in der Vergangenheit bei öffentlichen Auftritten auch alles, um diese Kritik zu befeuern – wenn er provokativ seinen Lieblingssatz vortrug: „Das Wort ‚gesundschrumpfen‘ gibt es nur auf Deutsch, sonst nirgendwo.“

Mit dem strategischen Hin und Her ging ein permanentes Stühlerücken im Vorstand einher: Unter Achleitner, angetreten im Juni 2012, brauchte es bis heute vier Vorstandschefs, um die Deutsche Bank wieder richtig aufzugleisen. Auf das Duo Anshu Jain und Jürgen Fitschen – installiert noch vom Vorgänger Josef Ackermann – folgte 2015 John Cryan. Seit 2018 soll es nun Christian Sewing richten. Ob ihm die Wende gelingt, muss sich erst noch zeigen.

Um Achleitner selbst ist es die letzten Monate ruhig geworden. Früher wurde er intern als Schattenchef beschrieben, trat auch nach außen oft als Gesicht der Deutschen Bank auf. Das ist immer seltener der Fall.

Achleitner hat andere Prioritäten, wie Insider berichten: Längst suche der Österreicher nach einem Nachfolger, den er in Ruhe einarbeiten könne, bevor er spätestens mit Ende seiner zweiten Amtszeit 2022 von der Bühne abtrete. Achleitner wolle den Wechsel lieber mitgestalten, als sich von den Investoren treiben zu lassen.

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    Im Aufsichtsrat selbst drängt sich kein aktuelles Mitglied für den Vorsitz auf. Die nötige fachliche Expertise für den Posten – und die notwendigen Deutschkenntnisse – brächte wohl nur der frühere Deutschlandchef von PwC, Norbert Winkeljohann, mit. Er gilt intern aber eher als „Ziegelstein“-Kandidat, der das Gremium für eine Übergangszeit leiten könnte, sollte Achleitner selbst etwas zustoßen.

    Achleitner suche deshalb extern nach einem Kandidaten, ist im Umfeld der Bank zu hören. Verstärkung ist ohnehin notwendig. Katherine Garrett-Cox wird das Kontrollgremium in absehbarer Zeit verlassen, wie Insider berichten. Die Bank selbst äußert sich nicht dazu. Wann genau es zu einem Wechsel kommt, ist offen. Auch konkrete Namen kursieren noch nicht. Es gilt aber als wahrscheinlich, dass der Nominierungsausschuss versuchen wird, eine Person zu finden, die tendenziell auch für die Achleitner-Nachfolge infrage kommt.

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