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Payment-Experte Deutsche Bank holt Wirecard-Manager Thalhammer

Der Zahlungsverkehrsexperte kümmert sich künftig um digitale Bezahllösungen für die Unternehmenskunden. Die Deutsche Bank will in diesem Bereich stark wachsen.
17.07.2020 - 15:10 Uhr Kommentieren
Der Manager ist in der deutschen Payment-Szene bestens bekannt. Quelle: Kilian Thalhammer / Pearlscout
Kilian Thalhammer

Der Manager ist in der deutschen Payment-Szene bestens bekannt.

(Foto: Kilian Thalhammer / Pearlscout)

Frankfurt Die Deutsche Bank hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass sie sich für Teile des insolventen Zahlungsdienstleisters Wirecard interessiert. Nun sichert sie sich schon einmal Know-how in Form eines bemerkenswerten Personalwechsels: Kilian Thalhammer, zuletzt im Produktbereich von Wirecard aktiv – und damit in einem unverdächtigen Teil des Konzerns – heuert ab Oktober bei der Deutschen Bank an. Das kündigte der Chef der Unternehmensbank des Instituts, Stefan Hoops, am Freitag auf LinkedIn an.

Thalhammer wird den Bereich „Merchant Solutions“ verantworten. Dahinter verbirgt sich die Verantwortung für Bezahllösungen für Unternehmen, die Geschäfte direkt mit dem Endkunden abwickeln. Dafür müssen Händler ihren Kunden zum Beispiel unterschiedliche Zahlungsmethoden bereitstellen können.

Solche Lösungen will die Bank ihren Kunden stärker anbieten. Im vergangenen Jahr erhielt das Geldhaus etwa vom Fußballclub Eintracht Frankfurt den Zuschlag für ein Bezahlsystem, das ab der Saison 2020/21 gültig sein soll.

Banken würden den B2C-Bereich „unerklärlicherweise“ größtenteils Fintechs und Paytechs überlassen, schreibt Hoops, obwohl die ökonomische Aktivität aktuell genau dort stattfinde.

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    Das gilt bislang allerdings auch für die Deutsche Bank: Das Institut ist zwar eine große Nummer im Zahlungsverkehr, kümmerte sich bislang aber vornehmlich um Zahlungsströme zwischen Unternehmen oder von Bank zu Bank. Angebote für Bezahllösungen vom Händler zum Endkunden (B2C) sind auch für Hoops‘ Sparte noch ein eher junges Geschäftsfeld.

    Hoops hat allerdings schon angekündigt, die Einnahmen aus Bereichen wie Plattformen, Fintechs und E-Commerce von bislang rund 100 Millionen Euro bis 2022 auf 200 Millionen Euro verdoppeln zu wollen. In den vergangenen Monaten hat die Bank bereits damit begonnen, ihren Cash-Management-Bereich strategisch neu auszurichten und arbeitet an ersten Projekten.

    Thalhammers Aufgabe wird es sein, neue Angebote in diesem Feld zu entwickeln. Der Manager ist in der deutschen Payment-Szene bestens bekannt. Zum Zahlungsdienstleister Wirecard war Thalhammer erst 2019 gewechselt - in das vom Wirecard-Skandal bislang nicht erfasste Produktressort. Sicherheitshalber hat die Deutsche Bank aber die Personalie vorab bei den Aufsichtsbehörden gemeldet, sagte eine mit dem Sachverhalt vertraute Person.

    Vor seiner Zeit bei Wirecard war er als Berater im Bereich Zahlungsverkehr und Fintechs unterwegs. Seit vier Jahren ist er Partner bei Paymentandbanking, einem Unternehmen, das aus einem Blog des Fintech-Vordenkers André Bajorat entstand und das inzwischen nicht mehr nur News aus der Branche veröffentlicht, sondern auch Konferenzen veranstaltet.

    Die Deutsche Bank hatte sich in den vergangenen Monaten in diesem Umfeld bereits kräftig verstärkt. Zunächst heuerte Bajorat im Januar in der von Hoops geführten Unternehmensbank an. Ihm folgte kurz darauf der in der Payment-Szene hochanerkannte Rafael Otero, der ebenfalls bei Paymentandbanking bloggt. Anders als Bajorat und Otero wird Thalhammer allerdings nicht direkt an Hoops berichten, sondern an den Leiter des Cash-Managements, Ole Matthiessen.

    Mehr: Der Zahlungsdienstleister Rapyd erwägt, eine Bank in Deutschland zu kaufen

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