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Personalie Deutsche Bank gewinnt mit Robert Kimmitt Ex-US-Botschafter in Berlin als Lobbyisten

Robert Kimmitt steht künftig in den Diensten der Deutschen Bank in den USA, berichten Insider. Das größte deutsche Geldhaus hat durchaus Interesse an einer starken Präsenz in Washington.
09.09.2020 - 12:49 Uhr Kommentieren
Deutsche Bank gewinnt mit Robert Kimmitt Ex-US-Botschafter als Lobbyisten Quelle: AP
Robert Kimmitt

Der ehemalige US-Botschafter in Deutschland soll die Deutsche Bank durch die politischen Gewässer in Washington hindurch helfen.

(Foto: AP)

New York, Düsseldorf Die Deutsche Bank hat Insidern zufolge den ehemaligen US-Botschafter in Deutschland, Robert Kimmitt, als Lobbyisten in Washington gewonnen. Der 72-jährige Anwalt gilt als alter Freund von US-Justizminister William Barr.

Kimmitts genaue Rolle bei der Deutschen Bank ist der englischsprachigen Ausgabe von Bloomberg zufolge allerdings selbst vielen Führungskräften innerhalb der Bank noch unklar. Die Personalie solle die Präsenz des Geldhauses in der US-Hauptstadt stärken, heißt es. Die Deutsche Bank habe Kimmitt engagiert, um dem Institut bei der Navigation durch die stürmischen politischen Gewässer in Washington zu helfen.

Kimmitt, der inzwischen bei der Kanzlei WilmerHale als Sonderberater tätig ist, lehnte einen Kommentar ab. Das US-Justizministerium wollte sich ebenfalls nicht zu der Personalie äußern. „Niemand bei WilmerHale wurde beauftragt, mit dem US-Justizministerium im Zusammenhang mit der Lösung von Ermittlungen der Bank in Kontakt zu treten“, zitiert Bloomberg WilmerHale.

Das größte deutsche Geldhaus hat tatsächlich Interesse an einer starken Repräsentanz in den USA, kämpft es doch noch immer mit den Sünden der Vergangenheit. Nach zahlreichen Skandalen und Compliance-Verstößen sind die US-Aufseher nicht gut auf das Institut zu sprechen. Die Rolle der Frankfurter im Geldwäsche-Skandal rund um die Danske Bank hat für neue Unruhe gesorgt. Das macht es nicht einfacher, Kunden zu überzeugen, mit der Bank Geschäfte zu machen.

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    Auch der politische Streit um Finanzunterlagen des prominenten Deutsche-Bank-Kunden Donald Trump ist noch nicht ausgestanden: Denn die Demokraten im US-Kongress fordern schon länger die Herausgabe von Unterlagen zu den Geschäften der Deutschen Bank mit dem US-Präsidenten – und geben sich nicht geschlagen: Jüngst verabschiedete der Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses ein neues Auskunftsverlangen (subpoena), mit dem die Deutsche Bank zur Aushändigung der Dokumente gezwungen werden soll.

    Fall Trump belastet das Geldhaus weiter

    Anfang vergangenen Monats hieß es allerdings bereits, die Bank sei bereits 2019 der Aufforderung des Staatsanwaltes im Rahmen der Ermittlungen gegen den US-Präsidenten nachgekommen: So soll die Deutsche Bank Finanzunterlagen an den New Yorker Staatsanwalt Cyrus Vance übermittelt haben, berichtete die „New York Times“.

    Die Deutsche Bank ist seit den späten 90er-Jahren die Hausbank von Trump und dessen Familienunternehmen, der Trump Organisation, und hat ihnen über die Jahre rund zwei Milliarden US-Dollar an Krediten vergeben. Ein Richter bestätigte im vergangenen Jahr bereits, dass die Bank nicht im Besitz von Trumps Steuerunterlagen ist. Sie liegen bei Trumps Buchhalter Mazars. Doch die Deutsche Bank hat andere Dokumente, die von Interesse sein könnten.

    Mehr: Keine riskanten Wetten, keine Skandale – die Deutsche Bank in den USA zur zahmen Investmentbank werden. Dafür müssen sie ihr Verhältnis zu Regulierern normalisieren.

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