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Peter Höppe, Münchener Rück „Die Folgen des Klimawandels managen“

Peter Höppe ist Head of Geo Risks Research bei der Münchener Rück. Im Handelsblatt-Interview erklärt er, wie der Klimawandel die Arbeit der Versicherer und Rückversicherer verändert – und warum er auch eine Chance für die deutsche Wirtschaft bedeuten kann.
13.12.2007 - 19:47 Uhr

Sind die Risiken des Klimawandels überhaupt kalkulierbar?

Wir stehen schon seit längerem vor einer neuen Situation. Es reicht nicht aus, auf die Erfahrungen der Vergangenheit zu bauen. Die Versicherungswirtschaft hat sich allerdings vor allen anderen Branchen mit dem Thema befasst. Daher kennen wir die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken mittlerweile recht genau und können sie entsprechend managen.

Muss es nicht darum gehen, den Klimawandel zu bekämpfen statt nur seine Folgen in den Griff zu bekommen?

Mittlerweile ist unbestritten, dass wir zunächst Anpassungsstrategien fahren müssen, um die Auswirkungen zu bewältigen, weil der Klimawandel nicht rasch zu stoppen sein wird. Daher sehen wir unsere Hauptaufgabe darin, die Folgen zu managen.

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    Wir können den Kampf gegen den Klimawandel also aufgeben und uns auf die Schadensbeseitigung konzentrieren?

    Keinesfalls. Wir müssen parallel zur Schadensbekämpfung dafür sorgen, dass wir den Klimawandel stoppen. Dafür sind die hoffentlich guten Ergebnisse der Weltklimakonferenz in Bali eine entscheidende Grundlage.

    Glauben Sie denn, dass Bali einen Fortschritt bringt?

    Ich bin da durchaus optimistisch. Zwar wird der Gipfel nicht mit konkreten Reduktionszielen enden. Er könnte aber eine solide Basis für weitere Verhandlungen bringen. Bereits im Vorfeld des Gipfels hat Australien mit der Ratifizierung des Kyoto-Protokolls ein entscheidendes Signal gegeben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die USA auf Dauer isoliert bleiben wollen.

    Sind pauschale Reduktionsziele der richtige Weg? Bundeskanzlerin Angela Merkel schlägt vor, Pro-Kopf-Ziele zu definieren. Was halten Sie davon?

    Das ist als Denkmodell auf Dauer gesehen die einzig faire Lösung. Einen rechnerischen Wert von zwei bis drei Tonnen pro Kopf und Jahr halte ich für vernünftig.

    Derzeit überschreiten die US-Bürger diesen Wert um den Faktor zehn, die Deutschen immerhin um den Faktor fünf. Lässt sich ein Pro-Kopf-Wert überhaupt durchsetzen?

    Natürlich nicht von heute auf morgen. Niemand verlangt von den Industriestaaten, dass sie den Wert sogleich einhalten , und ebenso kann von Schwellenländern nicht erwartet werden, ihre Entwicklung zu stoppen . Es geht um einen langfristigen Anpassungsprozess für alle. Und darin liegen durch höhere Energieeffizienz und den nötigen Ausbau neuer Technologien auch erhebliche Chancen.

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