Petrus Advisers: „Viel Kapital vernichtet“ – Aktivistischer Investor verschärft Kritik an der Pfandbriefbank
Harsche Kritik von Petrus Advisers – zum wiederholten Male.
Foto: PBBFrankfurt. Der aktivistische Investor Petrus Advisers, der sich in Deutschland mit Engagements bei Comdirect, Aareal Bank und Teamviewer einen Namen gemacht hat, wirft der Pfandbriefbank (PBB) mehrere Fehlschläge vor. Die Kritik richtet sich gegen zu hohe Risiken im Kreditgeschäft des Münchener Immobilienfinanzierers in Großbritannien und den USA sowie ein defizitäres Gemeinschaftsunternehmen für Kommunalfinanzierung.
Die PBB betonte auf Anfrage, die jüngsten Turbulenzen in der globalen Kreditwirtschaft hätten gezeigt, dass die Bank mit ihrer „risikokonservativen Strategie weiterhin auf dem richtigen Weg“ sei.
Der Londoner Investor, der seinen Anteil an der PBB nach eigenen Angaben seit Februar von knapp unter drei Prozent auf mittlerweile 3,2 Prozent erhöht hat, sieht das anders. „Die PBB ist augenscheinlich eine weitere deutsche Bank, die durch späten Eintritt in Märkte, die sie nicht versteht, viel Kapital vernichtet“, heißt es in einem Schreiben des Hedgefonds, das dem Handelsblatt vorab vorliegt.
Die Quote der notleidenden Kredite in Großbritannien liege „inzwischen bei schockierenden 13,3 Prozent und ihr Kreditbuch schrumpft“, so Petrus Advisers. Ein Kredit gilt als notleidend oder faul, wenn es Hinweise darauf gibt, dass der Kreditnehmer ihn wahrscheinlich nicht zurückzahlen kann oder der Kreditnehmer seit mehr als 90 Tagen mit der Ratenzahlung in Verzug ist. Petrus kritisierte außerdem die hohen Kosten für den Standort London.