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Portugiesische Großbank Banco Espirito kämpft um Schadensbegrenzung

Am Donnerstag war die Angst groß, dass Portugals Banken die nächste Krise droht. Die Anleger verkauften die Aktien der Großbank Espirito Santo. Doch das Geldhaus hält die Maßnahmen der Notenbank für ausreichend.
11.07.2014 Update: 11.07.2014 - 13:31 Uhr 1 Kommentar

Espirito Santo widerspricht Pleitegerüchten

Lissabon Die portugiesische Bank Espirito Santo bemüht sich in der Debatte über Zahlungsprobleme ihrer Gründerfamilie um Schadensbegrenzung. Die eigene Kapitaldecke sei ausreichend dick, erklärte das größte börsennotierte Geldhaus des Landes in der Nacht zum Freitag. Zum Ende des ersten Quartals seien die regulatorischen Mindestanforderungen um gut zwei Milliarden Euro übertroffen worden. Die Summe beinhalt eine Milliarde Euro, die im Juni durch eine Kapitalerhöhung eingenommen wurde. Damals verlor die gleichnamige Bankiersfamilie die Kontrolle über die Bank. Sie blieb mit einem Anteil von 25 Prozent aber größter Aktionär.

In genau dieser engen Verflechtung liegt das Problem: Denn das Aktienpaket ist in der Espirito Santo Financial Group (ESFG) gebündelt, die wiederum an die Muttergesellschaft Espirito Santo International (ESI) angedockt ist. Gegen diese in Luxemburg ansässige Holding ermitteln die Behörden seit einiger Zeit wegen massiver Unregelmäßigkeiten. Laut Medienberichten soll die Gesellschaft über sieben Milliarden Euro Schulden haben, die sie nicht komplett bedienen kann. Finanzkreisen zufolge wird nach wie vor mit Hochdruck an einem Rettungsplan gearbeitet.

Investoren müssten nicht um die Stabilität des Finanzsystems fürchten, sagte Portugals Ministerpräsident Pedro Passos Coelho. Am Donnerstag hatte unter Anlegern die Sorge dominiert, die Probleme könnten in letzter Konsequenz auch das Bankhaus erfassen, völlig außer Kontrolle geraten und damit den gesamten portugiesischen Finanzsektor in die Krise stürzen. Das wäre ein Rückschlag für das südeuropäische Euro-Land, das gerade erst den Rettungsschirm verlassen hat und sich mühsam wieder über die Kapitalmärkte finanzieren kann.

Nicht zuletzt zählt die Banco Espirito Santo zu jenen Großbanken, die künftig von der Europäischen Zentralbank (EZB) beaufsichtigt werden sollen und ist damit Teilnehmer des laufenden Stresstests. Jede Negativ-Schlagzeile ist hier Gift für das Vertrauen der Anleger. Daher stellte sich inzwischen auch die portugiesische Zentralbank hinter das Institut und erklärte, dieses stehe solide da.

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    Die Aktien der Bank und der ESFG waren am Donnerstag nach einem massiven Absturz vom Handel ausgesetzt worden.Um bei einer Wiederaufnahme Hedgefonds-Wetten auf weiter sinkende Kurse zu verhindern, verbot die britische Börsenaufsicht FCA am Freitag Leerverkäufe mit Aktien des Geldhauses. Weltweit lasteten die Nachrichten aber weiter auf Finanztiteln. Und für Portugal ist es wieder deutlich teurer geworden, sich am Kapitalmarkt Geld zu leihen.

    • rtr
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    1 Kommentar zu "Portugiesische Großbank: Banco Espirito kämpft um Schadensbegrenzung "

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • wenn die ausreichend kapitalisiert sind, wird der Draghi wohl etliche Flieger voller Bares hinfliegen lassen, gell?

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