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Privatbank HSBC Trinkaus bleibt trotz Krise optimistisch

Die Privatbank HSBC Trinkaus blickt trotz der Euro-Schuldenkrise positiv in die Zukunft. „Wir gehen mit Grundvertrauen ins zweite Halbjahr“, sagte Bankchef Andreas Schmitz bei der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen.
01.08.2012 - 15:50 Uhr Kommentieren
Das Geschäft mit Firmenkunden bleibt bei der HSBC Trinkaus stabil. Quelle: dpa

Das Geschäft mit Firmenkunden bleibt bei der HSBC Trinkaus stabil.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Euro-Schuldenkrise hat bei der Privatbank HSBC Trinkaus keine Löcher in die Bilanz gerissen. Das stabile Geschäft mit Firmenkunden stimmt den Vorstand der deutschen HSBC-Tochter zuversichtlich, heil durch die Krise zu kommen. „Bange machen gilt nicht, wir gehen mit Grundvertrauen ins zweite Halbjahr“, sagte Bankchef Andreas Schmitz am Mittwoch in Düsseldorf anlässlich der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen.

2012 peile HSBC Trinkaus daher unverändert ein auf Vorjahreshöhe liegendes operatives Ergebnis an, das im vergangenen Jahr 206,8 Millionen Euro betrug. Der Vorstand schloss vor dem Hintergrund des aktuellen Rekordtiefs beim Leitzins wie auch bei einem möglichen Negativ-Zins riskante Anlagen kategorisch aus.

„Für uns gibt es keine Staatsanleihen außer deutsche“, betonte Schmitz, der auch Präsident des Bankenverbandes ist. Das gelte auch für den Fall, dass die EZB den Leitzins noch weiter oder sogar bis ins Minus senkt. Die Düsseldorfer Bank könne es sich mit ihrer starken Kapitalbasis leisten, auf solche Anlagen zu verzichten, die zwar den Kunden höhere Zinsen beschere, der Bank aber auch hohe Risiken.

Diese Geschäftspolitik sorge allerdings dafür, dass einige Kunden Trinkaus den Rücken zukehrten und ihre Einlagen zu Banken trügen, die ein oder zwei Prozent bieten.

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    Die EZB hatte zuletzt den Leitzins auf ein Rekordtief von 0,75 Prozent gekappt. Bei einem Minus-Zins müssten die Banken für ihre geparkten Anlagen noch Geld mitbringen. Staatsanleihen der Schuldenstaaten versprächen dagegen hohe Renditen, sind im Falle einer Verschärfung der Staats-Schuldenkrise aber riskant.

    Im ersten Halbjahr verbuchte Trinkaus einen Rückgang des Betriebsergebnisses um 2,4 Prozent auf 116,7 Millionen Euro, und beim Überschuss von 5,6 Prozent auf 80,5 Millionen Euro. Während der Zinsüberschuss und das Handelsergebnis zulegten, sank der Provisionsüberschuss.

    Grund für die Einbußen seien unter anderem auch die abgesagten Börsengänge. „Das liegt daran, dass eine gewisse Agonie die Anleger befallen hat“, resümierte Schmitz. Eine rasche Besserung in dem Bereich sieht Vorstand Paul Hagen nicht. Für einen gewissen Ausgleich werde aber das Geschäft „Fusionen und Übernahmen“ sorgen.

    • rtr
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