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Private Equity Finanzinvestor Advent macht Kasse mit dänischem Verpackungshersteller

Die Private-Equity-Fonds setzen angesichts der hohen Bewertungen auf den Verkauf von Firmen. Dabei verdienen sie prächtig – wie nun etwa der bekannte Finanzinvestor Advent.
14.12.2020 - 09:24 Uhr Kommentieren
Das dänische Unternehmen Faerch stellt Verpackungen für Lebensmittel her, beispielsweise für Gerichte „to go“. Quelle: dpa
Verpackte Lebensmittel im Supermarkt

Das dänische Unternehmen Faerch stellt Verpackungen für Lebensmittel her, beispielsweise für Gerichte „to go“.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Finanzinvestoren setzen beim Verkauf von Beteiligungen zum Endspurt an – und werden auch 2021 zahlreiche Unternehmen veräußern. Zu den wichtigsten Treibern gehören die gestiegenen Bewertungen der Firmen und die rekordhohe Verfügbarkeit von Kapital.

Jüngstes Beispiel für den Trend ist der Verkauf des dänischen Herstellers von Lebensmittelverpackungen, Faerch A/S, durch das Private-Equity-Haus Advent International. Erwerber ist die dänische Stiftungsholding A.P. Moller. Den Wert der Transaktion beziffern die beteiligten Parteien mit 1,9 Milliarden Euro.

Aus Sicht von Advent hat sich das Geschäft sehr gelohnt. Bei der Übernahme von Faerch im Jahr 2017 hatten Branchenbeobachter den Kaufpreis auf 900 Millionen Euro geschätzt. Erst vor wenigen Tagen hatte der Beteiligungsfonds EQT den Verkauf des deutschen Immobiliendienstleisters Apleona an den französischen Finanzinvestor PAI Partners bekanntgegeben. Der Wert des Deals: 1,6 Milliarden Euro.

Finanzinvestoren wie Blackstone, CVC, Carlyle, Apollo oder Brookfield haben über ihre gesamten Fonds-Familien jeweils zweistellige Milliardenbeträge für Investments zur Hand. Die Fonds werden von institutionellen Investoren wie Pensionskassen, Versorgungswerken, Versicherungen und Family-Offices mit einem stetigen Strom an frischen Mitteln versorgt, weil die Anleger bei Staatsanleihen kaum noch Zinsen bekommen und die Börsen großen Kursschwankungen unterliegen.

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    Advent zählt zu den weltweit größten Beteiligungsgesellschaften. Das Unternehmen hat in 41 Ländern über 360 Transaktionen durchgeführt und verwaltet ein Vermögen von 58 Milliarden Dollar. In Deutschland sorgte Advent in diesem Jahr für Furore, als es zusammen mit dem Finanzinvestor Cinven die Aufzugssparte von Thyssen-Krupp für 17 Milliarden Euro übernahm.

    Faerch-Umsatz legt deutlich zu

    Faerch stellt Verpackungen in den Segmenten Fertiggerichte, „Food to go“, Milchprodukte und Frischfleisch her. Ferner ist das Unternehmen in der Herstellung von Schalen aus recycelten Materialien tätig. Seit 2017 hat Faerch seinen Umsatz laut Advent um über 60 Prozent auf rund 500 Millionen Euro im Jahr 2020 gesteigert.

    Die in Stiftungshand befindliche dänische Gesellschaft A. P. Moller Holding ist ein Investor mit langfristigem Anlagehorizont. Zum Portfolio gehören Gesellschaften wie die Danske Bank sowie KK Wind Solutions. Ranjan Sen, Managing Partner und Deutschlandchef von Advent International, sagte, man habe das Management dabei unterstützt, das Unternehmen zu einem echten Marktführer auszubauen. Das Closing der Transaktion wird im ersten Quartal 2021 erwartet, vorbehaltlich der Freigabe durch die relevanten Aufsichtsbehörden.

    Deals zwischen Beteiligungsfonds wird es auch 2021 vermehrt geben. Denn ergänzend kommt hinzu, dass zu wenige Unternehmen und Konzernteile erstmals neu auf den Markt kommen. Bereits heute haben Transaktionen mit Private Equity einen Anteil von 30 Prozent am M-&-A-Volumen, schätzen Investmentbanker.

    Mehr: Die Banken sind bei den riesigen Transaktionen der Firmenjäger der Schwachpunkt.

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