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Privatkundengeschäft Stadtsparkasse München dünnt Filialnetz aus

Hoher Kostendruck und ein verändertes Nutzungsverhalten der Kunden führen bei der Stadtsparkasse München zu einem Filialumbau. Das Institut gibt 17 Standorte auf – und liegt damit bundesweit im Trend.
27.09.2017 - 11:26 Uhr Kommentieren
In München baut die Stadtsparkasse ihr Filialnetz um. Quelle: dpa
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In München baut die Stadtsparkasse ihr Filialnetz um.

(Foto: dpa)

Frankfurt/München Im ländlichen Raum haben sich Bankkunden längst darauf eingestellt, dass sie flexibel sein müssen. Sie nehmen kilometerweite Fahrten bis zur nächsten Bankfiliale in Kauf - oder heben das nötige Bargeld einfach an der Supermarktkasse ab. Denn die Geldinstitute schließen seit Jahren immer mehr Geschäftsstellen. Der Trend zu Filialschließungen ist nun auch in Großstädten zu beobachten. Die Stadtsparkasse München kündigte jetzt an, dass sie 17 Filialen in der Landeshauptstadt aufgeben wird. Zwölf davon werden in sogenannte SB-Servicestellen umgewandelt – mit Geldautomaten, aber ohne Berater. Die übrigen mehr als 60 Filialen der Stadtsparkasse bleiben bestehen.

Weniger Filialen, weniger Mitarbeiter
Kreditbanken
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Alle deutschen Privatbanken – sowohl die Großbanken, Regionalbanken wie auch die Zweigstellen ausländischer Banken – haben die Zahl ihrer Beschäftigten drastisch verringert. Von 171.200 Beschäftigten im Jahr 2014 waren Ende 2016 noch 166.050 übrig: Das ist ein Abbau von rund 5.000 Beschäftigten in drei Jahren. Bei der Entwicklung der Institutszahlen und der Zweigstellen ergibt sich jedoch kein einheitliches Bild.

Quelle: Deutsche Bundesbank

(Foto: dpa)
Großbanken
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Deutschlands Großbanken, zu denen die Bundesbank die Commerzbank, die Deutsche Bank, die Deutsche Postbank und Hypovereinsbank zählt, haben die Zahl der Zweigstellen rapide verringert. 7.443 Zweigstellen gab es noch 2014, im vergangenen Jahr waren es nur noch 7.005.

(Foto: Reuters)
Regionalbanken
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Die Zahl der deutschen Regionalbanken – private Kreditinstitute, die mit oder ohne Zweigstellennetz nur in einer bestimmten Region Geschäfte betreiben – verringerte sich von 176 Instituten im Jahr 2014 auf 166 Institute. Im selben Zeitraum wurden 118 Zweigstellen geschlossen, damit gibt es 2016 noch 2.245 Filialen deutscher Regionalbanken.

(Foto: dpa)
Zweigstellen ausländischer Banken
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Besser sieht die Bilanz ausländischer Banken aus. Zwar hat sich auch bei ihnen die Zahl der in Deutschland tätigen Institute in den letzten drei Jahren von 115 auf 110 verringert. Gleichzeitig wurde jedoch das Zweigstellennetz ausgebaut. Nun haben ausländische Banken 156 Niederlassungen in Deutschland. 2014 waren es nur 148.

(Foto: Reuters)
Landesbanken
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Auch bei den deutschen Landesbanken ist vieles in Bewegung: Die Institute, die gemeinsam vom jeweiligen Bundesland und den regionalen Sparkassen- und Giroverbänden getragen werden, reduzierten die Zahl der Zweigstellen von 408 auf 384. Knapp 2.000 Beschäftigte mussten in den letzten drei Jahren gehen. Ende 2016 zählte die Bundesbank noch 31.800 Stellen.

(Foto: dpa)
Sparkassen
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Aufmerksam verfolgt wurde in den letzten zwei Jahren der Rückbau des Zweigstellennetzes bei den Sparkassen. Wo früher in jedem noch so kleinen Ortsteil eine Sparkassenfiliale zu finden war, müssen Kunden für eine persönliche Beratung nun häufig bis ins Stadtzentrum fahren. Kein Wunder: Von ehemals 11.951 Zweigstellen sind 2016 nur noch 10.555 vorhanden, also rund 1.500 weniger. Das hatte auch Auswirkungen auf die Beschäftigtenzahl: Knapp 15.000 Sparkassenmitarbeiter mussten gehen, Ende 2016 waren noch 224.700 Menschen in Voll- oder Teilzeit bei einem öffentlich-rechtlichen Geldinstitut beschäftigt.

(Foto: dpa)
Kreditgenossenschaften
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Auch die Zahl der genossenschaftlichen Volks- und Raiffeisenbanken ist leicht gesunken. Die noch 975 Institute (2015: 1.050) bauten gut 100 Zweigstellen ab. Fast 7.000 der ehemals 158.700 Mitarbeiter mussten gehen. Auf den Sparkassen und Kreditgenossenschaften, deren Geschäftsmodelle auf das traditionelle Kreditgeschäft ausgerichtet sind, lastet ein zunehmender Margendruck. Dieser fällt im Vergleich zu den meisten anderen Bankengruppen höher aus, wofür die hohen Anteile der Sichteinlagen von inländischen privaten Haushalten sowie zahlreiche langfristige Wohnungsbaukredite verantwortlich sind, schreibt die Bundesbank in ihrem Bericht.

(Foto: dpa)

Der Überschuss des Geldhauses war – vor allem wegen eines deutlich niedrigeren Zinsergebnisses – im vergangenen Jahr um 13 Millionen Euro eingebrochen – auf 28 Millionen Euro. Durch die Filialschließungen sollen die Kosten der Sparkasse gesenkt werden, um den Rückgang der Margen abzumildern. „Der Margendruck betrifft fast alle Banken“, sagt Joachim Fröhler, Sprecher der Stadtsparkasse. Die Triebfeder für die Restrukturierung sei jedoch eine andere gewesen. „Wir haben das Nutzungsverhalten unserer Kunden analysiert. Dabei stellten wir fest, dass an vielen Standorten nur noch sehr wenige Kunden in der Filiale tatsächlich zu einem Berater wollen“, erklärt Fröhler.

Die Menschen würden immer mobiler und erwarteten zunehmend einen digitalen Service. So sei mittlerweile etwa eine Girokonto-Eröffnung möglich, ohne dass der Kunde auch nur einen Fuß in die Filiale setzen müsse. In diesem Zusammenhang errichte die Stadtsparkasse im nächsten Jahr auch eine sogenannte Direkt-Filiale. Hier sollen insgesamt 50 Kundenberater zwischen 8 und 20 Uhr telefonisch erreichbar sein.

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