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Quartalszahlen Gewinnsprung bei Deutscher Bank erwartet

Wenn Deutschlands größtes Geldhaus am Dienstag seine Zahlen präsentiert, erwarten Analysten einen Gewinnsprung. Trotz der positiven Aussichten bereiten einige Unwägbarkeiten der Bank den Beobachtern jedoch Unwohlsein.
28.07.2013 - 16:38 Uhr 5 Kommentare
Zuversichtlich: Anfang Juni sprach Deutsche-Bank-Co-Chef Anshu Jain (hier links mit Co-Chef Jürgen Fitschen) von soliden Geschäften im Investmentbanking. Quelle: Reuters

Zuversichtlich: Anfang Juni sprach Deutsche-Bank-Co-Chef Anshu Jain (hier links mit Co-Chef Jürgen Fitschen) von soliden Geschäften im Investmentbanking.

(Foto: Reuters)

Frankfurt/Main Nach glänzenden Quartalszahlen der US-Konkurrenz steht die Deutsche Bank unter Zugzwang. Beobachter hoffen, dass der Dax-Konzern an diesem Dienstag bei der Vorlage seiner Zwischenbilanz nachlegen kann und ebenfalls einen kräftigen Gewinnsprung vermelden wird. Besonders das schwankungsanfällige Investmentbanking lief bei den US-Banken zuletzt deutlich besser als ein Jahr zuvor.

Analysten rechnen bei der Deutschen Bank für den Zeitraum April bis Ende Juni 2013 im Schnitt mit 1,4 Milliarden Euro Gewinn vor Steuern. Das wären knapp 50 Prozent mehr als im schwachen Vorjahreszeitraum. Der Überschuss sollte demnach um 13 Prozent auf 741 Millionen Euro gestiegen sein. Ein Jahr zuvor hatte die Zuspitzung der Euro-Schuldenkrise zu großer Verunsicherung an den Kapitalmärkten geführt. Viele Anleger und Unternehmen hielten sich mit Geschäften zurück, was den Investmentbanken zusetzte.

Anfang Juni dieses Jahres hatte Deutsche-Bank-Co-Chef Anshu Jain von soliden Geschäften im Investmentbanking gesprochen. In den ersten beiden Monaten des zweiten Quartals habe die Bank in allen Bereichen leicht zugelegt. Allerdings sorgten Diskussionen über ein baldiges Ende der ultralockeren US-Geldpolitik für neue Unsicherheit.

Die größten Unwägbarkeiten bei der Deutschen Bank sehen Beobachter derzeit in den zahlreichen Rechtsstreitigkeiten vom Kirch-Prozess über den Libor-Skandal bis zu Hypothekengeschäften aus der Zeit vor der Finanzkrise. Bislang hat die Bank für Rechtsrisiken rund 2,6 Milliarden Euro zurückgestellt.

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    Ein weiteres Dauerthema ist die Kapitalausstattung. Es wird damit gerechnet, dass die Deutsche Bank einen Plan zur Verbesserung ihrer Verschuldungsquote („Leverage Ratio“) vorlegen wird. Eigentlich wollte das Institut Kritik an seiner Kapitalausstattung mit der drei Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung von Ende April beruhigen. Doch nachdem die Kernkapitalquote aufpoliert war, geriet die Verschuldungsquote ins Visier. Bei dieser wird das Eigenkapital pauschal in Beziehung zu den Anlagen gesetzt.

    • dpa
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    5 Kommentare zu "Quartalszahlen: Gewinnsprung bei Deutscher Bank erwartet"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Zeit endlich die Schulden des Bankensektors an den Steuerzahler zurückzuzahlen. Wir haben nicht vergessen und wir werden nicht vergessen. Hierbei sind ALLE Banken gefordert und im Boot.

    • der Aktienkurs auf dem Stand von 1989, es ist unglaublich was die Herren Investmentbanker um den Inder aus dieser Bank gemacht haben.

    • In Amerika wird die Deutsche Bank als Kandidat für einen Übernachtzusammenbruch gehandelt.

      Die sog. Gewinne auf der Basis von Schrottpapieren sollen doch nur die Boni-Selbstbedienung des Managements rechtfertigen. Man sollte die Boni für zehn Jahre auf dem Konto der jeweiligen Bank anlegen müssen, dann wären sie Teil der Insolvenzmasse beim Zusammenbruch.

      Mit 50 Milliarden Eigenkapital ein Rad von 2 Billionen drehen das kann einfach nicht gut gehen, das ist wie mit 200 km/h durch eine geschlossene Ortschaft fahren.

    • 1,4 Mrd vor Steuern ist dürftig.Damit bleibt ein Nettogewinn von rund 1 Euro je Aktie,viel ist das nicht.Vor 3 Jahren hat man noch 2,25 Euro je Aktie verdient,2007 sogar 3,85 Euro je Aktie.Kein Wunder,das der Kurs auf dem Stand von Dezember 1989 verharrt.Der DAX stand damals bei 1850.Somit bleibt die DBK ein klarer Underperformer im Index.

    • Na klar, für die Boni reicht es, für ein angemessenes Eigenkapital nicht: Da hat man ja den Steuerzahler!

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