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Quartalszahlen Italiens Bank Intesa Sanpaolo: „Bauen faule Kredite schneller ab“

Die Großbank legt bessere Quartalszahlen vor als erwartet. Seit Ende 2017 hat sie den Bestand fauler Kredite um rund 20 Milliarden Euro reduziert.
05.11.2019 - 16:17 Uhr Kommentieren
Die Bank überrascht die Analysten. Quelle: AFP
Zerntrale von Intesa Sanpaolo am Piazza San Carlo in Turin.

Die Bank überrascht die Analysten.

(Foto: AFP)

Rom Traditionell startet in Italien die Großbank Intesa Sanpaolo die Berichtssaison der Geldhäuser. Am Dienstag meldete die nach Börsenkapitalisierung größte Bank des Landes für die ersten neun Monate des Jahres einen Nettogewinn von 3,3 Milliarden Euro. Das waren 9,9 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2018.

Es sei das beste Neunmonatsergebnis seit 2008, sagte Bankchef Carlo Messina. Damit seien bereits 82 Prozent des Nettogewinns von 2018 erreicht.

Dieser hatte bei vier Milliarden Euro gelegen. Messina will ihn 2019 übertreffen. 80 Prozent des Jahresgewinns werde als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet, so der CEO.

Auch die Zahlen des dritten Quartals erstaunten Investoren. Der Nettogewinn von 1,04 Milliarden Euro stieg um 25,3 Prozent im Vergleich zu 2018.

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    Die Erträge stiegen dank höherer Provisionserträge und Gewinnen aus Finanzanlagen um sechs Prozent auf 4,5 Milliarden Euro. An der Mailänder Börse stieg die Intesa-Aktie am Dienstag um 1,5 Prozent.

    Analysten vor allem in Italien hatten mit schlechteren Zahlen gerechnet: für das dritte Quartal mit einem Nettogewinn von durchschnittlich 954 Millionen und mit Erträgen von 4,3 Milliarden.

    Nach Veröffentlichung der Zahlen schrieb Analyst Jean-Francois Neuez von der Investmentbank Goldman Sachs, die Italiener hätten solide Ergebnisse vorgelegt. Und auch die Kapitaldecke sei dicker geworden.

    Die Bank meldete eine Kernkapitalquote von 14,2 Prozent.

    Stellenabbau geplant

    Skeptischer ist Analyst Benjie Creelan-Sandford von Jefferies. Der Überschuss habe die Markterwartungen deutlich übertroffen, die eigenen jedoch nicht ganz erreicht, schrieb er. Erneuter Druck auf die Zinseinkünfte der Bank stelle die mittelfristigen Aussichten in Frage.

    Intesa Sanpaolo ist traditionell die größte Geschäftsbank des Landes für Privatkunden und Unternehmen. 240 Milliarden Euro an Ersparnissen der Italiener liegen auf Intesa-Konten.

    Die niedrigen Zinsen und die gesunkenen Risikoaufschläge seinem von Vorteil für die hauseigene Vermögensverwaltung, sagte Messina. In Italien ist seit Anfang September eine Koalition von sozialdemokratischer PD und der Bewegung Fünf Sterne an der Regierung, die nach dem Intermezzo der Populisten die Unruhe an den Märkten beendet hat.

    Doch weiterhin kritisch schaut der Markt auf die faulen Zinsen in den Büchern der italienischen Banken. „Wir bauen faule Kredite schneller ab“, sagte Messina.

    Seit Dezember 2017 seien diese bei Intesa um rund 20 Milliarden Euro reduziert worden. Im Vergleich zu Ende 2018 seien sie weiter um 13,3 Prozent gesunken. „Das Tempo ist höher als es unser Strategieplan 2018-2021 vorsieht, wir haben heute schon 80 Prozent des Ziels erreicht.“
    Und auch das Thema Kostenreduzierung bleibt. Rund 89.000 Mitarbeiter hat die Bank. Der Plan zum Abbau von Stellen läuft. „Wir erwarten, dass Intesa die Reduzierung der operativen Kosten weitertreibt“, meint das Brokerhaus Banca Akros.

    Am Mittwoch legen die im Staatsbesitz befindliche Krisenbank Monte dei Paschi in Siena und am Donnerstag die HVB-Mutter Unicredit in Mailand ihre Quartalszahlen vor.

    Mehr: Wegen gesunkener Abschreibungen auf faule Kredite und Einsparungen steigerte Intesa den Nettogewinn im zweiten Quartal um fast ein Drittel.

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