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Quartalszahlen Marktturbulenzen geben Deutscher Börse Rückenwind

Deutschlands größter Börsenbetreiber hat seinen Gewinn im dritten Quartal kräftig ausgebaut. Vorstandschef Weimer dürfte sich darüber besonders freuen.
28.10.2019 Update: 28.10.2019 - 21:30 Uhr Kommentieren
Deutsche Börse: Coronakrise bremst die Verlagerung von Derivatgeschäften aus Quelle: dpa
Zentrale der Deutschen Börse

Das Unternehmen konnte der Londoner LCH ihre Stellung als dominierendes europäisches Clearinghaus bisher nicht streitig machen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Brexit, Handelsstreitigkeiten und politische Spannungen im Nahen Osten: An den Börsen ging es im August zunächst steil bergab und dann im September wieder bergauf. Für die Deutsche Börse waren diese Schwankungen positiv, denn gerade an den Derivatemärkten wurde in der Folge mehr gehandelt.

Der Dax-Konzern baute seine Ergebnisse im dritten Quartal deshalb deutlich aus. Die um Sondereffekte bereinigten Nettoerlöse stiegen um 13 Prozent auf 734 Millionen Euro, der Gewinn sogar um 18 Prozent auf 283 Millionen Euro. Die Deutsche Börse legte damit deutlich stärker zu als in den ersten beiden Quartalen, als sich viele Investoren im Handel zurückhielten.

„Das deutlich zweistellige Ergebniswachstum im dritten Quartal hat den bereits positiven Wachstumstrend im Jahresverlauf weiter verbessert“, sagte Finanzvorstand Gregor Pottmeyer. „Wir sind daher zuversichtlich, dass wir unsere Ziele für das Gesamtjahr erreichen werden.“ Für das laufende Jahr hat die Deutsche Börse einen Gewinnanstieg von rund zehn Prozent in Aussicht gestellt nach einem Plus von 17 Prozent im vergangenen Jahr.

Von den stärkeren Marktschwankungen an den weltweiten Börsen hatte im vergangenen Quartal auch die London Stock Exchange (LSE) profitiert. Bei der Deutschen Börse entwickelte sich von Juli bis Ende September besonders die Derivatebörse Eurex stark, die wichtigste Sparte des Konzerns. Sie baute ihre Erlöse um 19 Prozent auf 242 Millionen Euro aus. Deutliche Zugewinne gab es auch bei der Energiebörse EEX, die ihre Marktanteile in Europa und den USA ausbauen konnte.

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    Gute Argumente für Weimer

    Für Vorstandschef Theodor Weimer, der nach dem starken Jahr 2018 bewusst die Erwartungen gedämpft hatte, sind das gute Nachrichten. Der Vertrag des 59-Jährigen steht im nächsten Jahr zur Verlängerung an.

    Weimer Strategie, die sich nicht sehr von der seines Vorgängers Carsten Kengeter unterscheidet, setzt auf neue Technologien, organisches Wachstum und Zukäufe. Neben einigen kleinen Übernahme fädelte Weimer mit seinem Vorstandskollegen Stephan Leithner den 850 Millionen Dollar schweren Kauf des US-Softwarekonzerns Axioma ein, den die Deutsche Börse im dritten Quartal abgeschlossen hat.

    Der Versuch, dem Finanzdatenanbieter Refinitiv dessen Devisenhandelsgeschäft FXall abzukaufen, wird dagegen aller Voraussicht nach scheitern, weil der Konkurrent London Stock Exchange Refinitiv als Ganzes übernehmen will.

    Ob große Deals für die Deutsche Börse gut oder schlecht wären, ist unter Analysten umstritten. Skaleneffekte sind im Börsengeschäft grundsätzlich von Vorteil. Zudem fänden es einige Experten sinnvoll, wenn der Konzern durch große Zukäufe seine Abhängigkeit von Marktschwankungen reduzieren würde.

    Andere Analysten fürchten dagegen, dass die Deutsche Börse bei großen Deals wie in der Vergangenheit kein gutes Händchen hat und gegebenenfalls zu viel bezahlt.

    Die Analysten der Deutschen Bank sehen Übernahmen als Chance für den Börsenbetreiber. Die Feuerkraft der Deutschen Börse bei möglichen Zukäufen wachse von Quartal zu Quartal, schrieben sie kürzlich in einer Studie. Und wenn es am Ende mit großen Übernahmen nicht klappe, könne das hessische Unternehmen ja immer noch Aktien zurückkaufen.

    Mehr: Der Deutschen Börse droht nach dem Euro-Stoxx-Aufstieg Widerstand

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