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Quartalszahlen Morgan Stanley schlägt die Erwartungen

Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat im zweiten Quartal weniger verdient – dennoch übertrifft der Goldman-Sachs-Rivale die Erwartungen der Analysten und erzielt das stärkste Ertragswachstum unter den sechs US-Großbanken.
20.07.2015 - 14:38 Uhr Kommentieren
Im Vorjahreszeitraum hatten noch positive Steuereffekte das Ergebnis der US-Investmentbank nach oben getrieben. Quelle: Reuters
Morgan Stanley

Im Vorjahreszeitraum hatten noch positive Steuereffekte das Ergebnis der US-Investmentbank nach oben getrieben.

(Foto: Reuters)

New York Morgan Stanley hat mit dem Gewinn im zweiten Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen. Ein sprunghafter Anstieg bei den Handels- und Brokerprovisionen führte zum stärksten Ertragswachstum unter den sechs größten US-Banken.

Wie die Bank am Montag aus New York mitteilte, ging der Nettogewinn um 4,8 Prozent zurück auf 1,81 Milliarden Dollar, im Vergleich zu 1,9 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Ohne Berücksichtigung einer positiven bilanziellen Wertanpassung (DVA) lag der Gewinn bei 0,79 Dollar je Aktie. Das übertraf die durchschnittliche Schätzung von 23 Analysten in einer Umfrage von Bloomberg in Höhe von 0,74 Dollar je Aktie.

Morgan Stanley war unter den größten Banken die einzige mit einem Anstieg beim Bondhandel und legte zum vierten Mal in fünf Quartalen einen Rekordgewinn in der Vermögensverwaltung vor. Bankenchef James Gorman hat mit Wachstum im Brokergeschäft die Ertragsrückgänge vermieden, die die anderen Wall-Street-Banken plagten.

„Das Vermögensverwaltungsgeschäft von Morgan Stanley ist etwas Einzigartiges“, sagte Devin Ryan, Analyst der JMP Group in New York. Der Gesamtertrag ohne bilanzielle Wertanpassungen (DVA) stieg um zwölf Prozent auf 9,56 Milliarden Dollar.

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    Im Bereich Investmentbanking und Handel kletterten die Erträge um 22 Prozent auf 5,17 Milliarden Dollar. Die Erträge aus Sales und Handel von Festverzinslichen verbesserten sich auf 1,27 Milliarden Dollar und im Bereich Aktien um 27 Prozent auf 2,27 Milliarden Dollar. Im Brokergeschäft kam die Bank auf einen Nettogewinn von 561 Millionen Dollar bei Nettoerträgen von 3,88 Milliarden Dollar.

    Ihre harte Kernkapitalquote (CET1) auf Basis einer vollständigen Umsetzung von Basel III gab die Bank zum Ende des zweiten Quartals mit 12,5 Prozent an. Die Ergebnisvorlage ist die erste unter dem neuen Finanzchef Jonathan Pruzan, der auf Ruth Porat folgte, die im Mai die Bank verließ und zu Google wechselte.

    • Bloomberg
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