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Raiffeisen Bank International Polen pocht auf Börsengang des Geldhauses

Aufgrund mangelnder Nachfrage wollte die Raiffeisen Bank International den Börsengang der polnischen Tochter offenbar verschieben. Das lassen die Behörden allerdings nicht zu. Das Listing soll Ende Juni erfolgen.
07.06.2017 - 14:07 Uhr Kommentieren
Die polnische Tochter der RBI soll wie geplant an die Börse gebracht werden. Quelle: Reuters
Raiffeisen Polbank

Die polnische Tochter der RBI soll wie geplant an die Börse gebracht werden.

(Foto: Reuters)

Warschau/Wien Die österreichische Raiffeisen Bank International (RBI) bekommt von den polnischen Behörden nicht mehr Zeit für den vereinbarten Börsengang ihrer Polen-Tochter. Das Geldhaus müsse ihre Tochterbank wie geplant bis Ende Juni zu einem Teil an die Warschauer Börse bringen, teilte der polnische Regulator KNF am Mittwoch mit. Medienberichten zufolge will die in Osteuropa aktive RBI das Listing aufgrund mangelnder Nachfrage verschieben. Insidern zufolge erschweren die Verluste der Bank sowie ein riesiges Portfolio an unprofitablen Schweizer-Franken-Krediten die Pläne für den Gang aufs Parkett.

Die RBI hatte mit der polnischen Finanzaufsicht vereinbart, dass 15 Prozent an der Raiffeisen Bank Polska, die auch unter Raiffeisen Polbank bekannt ist, an die Börse gebracht werden. Die Vorbereitungen für einen Börsengang seien jedoch ausgesetzt worden, teilte die Behörde ohne Details mit. Auch die RBI hält sich bedeckt. „Wir sind in Diskussionen mit dem polnischen Regulator über den Börsengang“, sagte eine Bank-Sprecherin. Details wollte sie nicht nennen.

Ursprünglich wollten die Österreicher ihre Polen-Tochter – die zehntgrößte Bank Polens – im vergangenen Jahr verkaufen. Doch die Pläne platzten überraschend. Die RBI führte exklusive Verhandlungen mit der polnischen Alior Bank, doch das vom staatlichen Versicherer PZU kontrollierte Institut stoppte den Deal. Der polnische Finanzminister begründete dies mit unterschiedlichen Preisvorstellungen. RBI kündigte daraufhin an, ihr Geschäft in Polen stark verkleinern zu wollen. Filialen sollen geschlossen und bis zu 950 Stellen abgebaut werden.

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