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Regulierung Finanzstabilitätsrat will Regeln für Schattenbanken verschärfen

Großanleger haben den Corona-Crash an den Märkten im Frühjahr verstärkt, urteilt der Finanzstabilitätsrat. Die Folge soll eine schärfere Regulierung sein.
17.11.2020 - 14:30 Uhr Kommentieren
Akteure abseits der Bankenbranche sollen nach dem Willen des Finanzstabilitätsrats künftig stärker reguliert werden. Quelle: Reuters
Skyline in Frankfurt

Akteure abseits der Bankenbranche sollen nach dem Willen des Finanzstabilitätsrats künftig stärker reguliert werden.

(Foto: Reuters)

Basel Aufsichtsbehörden in aller Welt wollen nach den Finanzmarktturbulenzen in der Coronakrise die Regeln für Fonds und Schattenbanken verschärfen. Großanleger hätten den Corona-Crash an den Finanzmärkten im März verstärkt, schreibt der internationale Finanzstabilitätsrat (Financial Stability Board, FSB) in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht.

Erste Vorschläge für eine stärkere Regulierung will die Organisation im nächsten Jahr vorlegen. Damit will sie zunächst Geldmarktfonds widerstandsfähiger machen. Im Jahr 2022 sollen neue Regeln für andere Teile der Finanzwirtschaft abseits der klassischen Banken folgen.

Als Schattenbanken gelten, der Definition der Bundesbank folgend, Akteure auf Finanzmärkten, die ähnliche Funktionen wie eine Bank wahrnehmen, jedoch keine klassische Bank sind – und dementsprechend anders reguliert werden. Dazu zählen beispielsweise Hedgefonds, Geldmarktfonds oder Vermögensverwalter.

Nach Ansicht des Rats hätte die Coronakrise in diesem Jahr deutlich schlimmer auf die Finanzmärkte durchgeschlagen, wenn wichtige Notenbanken nicht mit unterstützenden Maßnahmen in bisher ungekanntem Ausmaß eingeschritten wären. „Es ist klar, dass wir etwas unternehmen müssen, um diese Probleme anzugehen“, sagte der FSB-Vorsitzende Randal Quarles. Das Finanzsystem bleibe verletzlich, weil die Strukturen und Mechanismen, die die Turbulenzen verstärkt hätten, weiter existierten, schrieb er an die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer.

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    Das FSB hat Finanzunternehmen abseits der Banken lange mit Argwohn beobachtet. Sie verwalten inzwischen Vermögenswerte im Umfang von 53 Billionen US-Dollar (44,6 Bio Euro).

    Der Finanzstabilitätsrat soll Schwachstellen des internationalen Finanzsystems identifizieren, Vorschläge zu ihrer Beseitigung unterbreiten und deren Umsetzung überwachen. Mitglieder im FSB sind Notenbanken, Finanzministerien und Aufsichtsbehörden aus den führenden Wirtschaftsnationen (G20) sowie aus Hongkong, den Niederlanden, Spanien, Singapur und der Schweiz.

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    • dpa
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