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Rettung für Carige? Ex-Manager von UniCredit soll Bank aus der Krise führen

Die italienische Bank Carige sitzt auf vielen faulen Krediten - nun soll ein ehemaliger UniCredit-Manager die Problembank übernehmen. Die Chancen für Paolo Fiorentino stehen gut. Die EZB hatte dem Geldhaus zuvor Druck gemacht.
19.06.2017 - 20:23 Uhr Kommentieren
Um die faulen Kredite zu reduzieren, benötigt die italienische Bank rund 450 Millionen Euro. Bis Ende der Woche verlangt die EZB eine Klarstellung, wie die Krise gelöst werden soll. Quelle: dpa
Carige

Um die faulen Kredite zu reduzieren, benötigt die italienische Bank rund 450 Millionen Euro. Bis Ende der Woche verlangt die EZB eine Klarstellung, wie die Krise gelöst werden soll.

(Foto: dpa)

Mailand Die italienische Krisenbank Carige soll Insiderinformationen zufolge von einem ehemaligen UniCredit-Manager geführt werden. Paolo Fiorentino habe die Nase im Rennen um die Führungsposition bei dem in Genua ansässigen Geldhaus vorn, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Montag. Ein Sondergremium von Carige wollte sich demnach noch am Montag treffen, um den bevorzugten Kandidaten vor dem Treffen des Verwaltungsrats am Mittwoch auszuwählen.

Carige wollte sich dazu nicht äußern. Fiorentino, der UniCredit im vergangenen Jahr verlassen hatte, war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Das Institut hatte in der vergangenen Woche die Trennung von Bankchef Guido Bastianini bekanntgegeben.

Die Problembank steht im Fokus der Europäischen Zentralbank (EZB). Nach Angaben des Geldhauses verlangt die EZB Klarstellungen, wie die Krise gelöst werden soll. Demnach soll das Institut bis Freitag seinen Kapitalbedarf sowie Pläne zur Reduzierung der faulen Kredite in den Büchern und zur künftigen Führung deutlich machen. Carige hat nach Einschätzung der EZB-Aufseher zu wenig Kapital und strebt daher die dritte Kapitalerhöhung seit 2014 an. Angepeilt wird ein Volumen von 450 Millionen Euro.

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