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Riskante Geschäfte Milliarden-Klage gegen Deutsche Bank

Weil sie als Treuhänder ihre Pflichten verletzt hätten, werden die Deutsche Bank und andere Geldhäuser auf Milliardenentschädigungen verklagt. Für Investoren ist es wohl die letzte Chance auf Schadensersatz.
19.06.2014 - 14:37 Uhr Kommentieren
Der Deutschen Bank steht eine Milliardenklage ins Haus. Quelle: Reuters

Der Deutschen Bank steht eine Milliardenklage ins Haus.

(Foto: Reuters)

New York Großinvestoren wie die Allianz-Tochter Pimco und die DZ Bank verklagen die Deutsche Bank und fünf andere Geldhäuser wegen ihrer Verwicklung in das Geschäft mit riskanten Hypothekenpapieren. Sie hätten ihre Pflichten als Treuhänder verletzt, weil sie die Emittenten hypothekenbesicherter Papiere (MBS) vor der Finanzkrise 2008 nicht zum Rückkauf wackliger Kredite gedrängt hätten, heißt es in mehreren am Mittwoch in New York eingereichten Klagen. Die Anleger fordern Entschädigung für Verluste von 250 Milliarden Dollar mit 2200 MBS, die zwischen 2004 und 2008 ausgegeben wurden. Die sechs verklagten Banken zählten zu den größten Treuhändern solcher Papiere.

In den MBS waren viele Kredite an Hausbauer gebündelt, die aufgrund schmaler Einkommen eigentlich gar keine Hypothek hätten bekommen dürfen. Viele Banken nahmen es mit den Risiken im Streben nach maximalem Profit aber nicht so genau. Als mehr und mehr Immobilienbesitzer im Zuge sinkender Immobilienpreise ihre Raten nicht mehr zahlen konnten, brach das auf zwei Billionen Dollar aufgeblähte System zusammen und löste die Finanzkrise aus.

Der Zusammenbruch traf auch große Investoren, weil sie den Banken deren MBS-Pakete abgekauft hatten - ohne dass sie gewusst hätten, dass darin viele ausfallgefährdete Kredite schlummerten.

Die Klage gegen die Treuhänder ist für Großinvestoren die letzte Hoffnung auf Entschädigung. Ende 2013 hatte ein Gericht festgelegt, dass die Ansprüche gegen die MBS-Emittenten sechs Jahre nach Begebung der Papiere verjähren. Damit können sie in der Regel nicht mehr verklagt werden. Bei den Treuhändern könnte das anders sein. Sie hätten ihre Pflicht gegenüber den Anlegern verletzt, heißt es in einer der Klageschriften. Sie hätten gewusst, dass die Kreditvergabe-Vorschriften branchenweit immer laxer gehandhabt worden seien und systematisch unzureichende Sicherheiten vorlagen.

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    Neben der Deutschen Bank wurden die britische HSBC sowie die US-Häuser Citi, Wells Fargo, Bank of New York Mellon und US Bancorp verklagt. Zu den Klägern gehören unter anderem Blackrock und Charles Schwab.

    • rtr
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