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Royal Bank of Scotland Britische Krisenbank legt Prozess außergerichtlich bei

Lange lagen die RBS und ihre Investoren miteinander im Streit. In den vergangenen Tagen standen Bank und Investoren in Verhandlungen. Nun haben sich beide Parteien auf einen außergerichtlichen Vergleich einigen können.
06.06.2017 - 15:11 Uhr Kommentieren
Die RBS hatte bei diversen Investoren mehrere Milliarden Pfund eingesammelt. Die Bank musste dann jedoch in der Finanzkrise vom Staat gerettet werden. Quelle: Reuters
Royal Bank of Scotland

Die RBS hatte bei diversen Investoren mehrere Milliarden Pfund eingesammelt. Die Bank musste dann jedoch in der Finanzkrise vom Staat gerettet werden.

(Foto: Reuters)

London Die Royal Bank of Scotland hat Insidern zufolge im Streit mit Investoren über eine Kapitalerhöhung auf dem Höhepunkt der Finanzkrise einen außergerichtlichen Vergleich geschlossen. Nach tagelangen Verhandlungen werde wohl die Mehrheit der Anteilseigner das zuletzt aufgestockte Angebot des Instituts akzeptieren, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen am Dienstag.

Die Krisenbank hat den Investoren eine Zahlung von insgesamt etwa 200 Millionen Pfund (rund 230 Millionen Euro) geboten. Der Vergleich ziehe einen Schlussstrich unter ein fünf Jahre währendes Verfahren. Die Anleger warfen der RBS vor, sie bei einer milliardenschweren Kapitalerhöhung 2008 absichtlich nicht über die kritische Lage des Unternehmens informiert zu haben.

Die RBS hatte 2008 rund zwölf Milliarden Pfund bei Investoren eingesammelt, musste aber kurze Zeit später mit rund 45 Milliarden Pfund vom Staat gerettet werden. Die damals neu ausgegebenen Aktien verloren rund 90 Prozent an Wert. An der Kapitalerhöhung hatten sich mehr als 35.000 Aktionäre beteiligt, darunter große institutionelle Investoren und öffentliche Pensionskassen. Die RBS hatte jegliches Fehlverhalten von sich gewiesen. Mit anderen Investorengruppen hatte sich die Bank bereits im vergangenen Jahr verständigt.

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