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Sanierungskurs Bank of America zieht sich aus China zurück

Die Bank of America reduziert ihren Anteil an der China Construction Bank auf ein Prozent. Aus dem Verkauf der Aktien bis Ende November erwartet die Bank einen Erlös von 6,6 Milliarden Dollar.
14.11.2011 - 15:48 Uhr Kommentieren
Die Bank of America setzt ihren Sanierungskurs fort. Quelle: AFP

Die Bank of America setzt ihren Sanierungskurs fort.

(Foto: AFP)

Bangalore Die Bank of America setzt ihren Sanierungskurs fort und versilbert dafür nun auch fast den gesamten Rest ihres Anteils an der China Construction Bank. Unter dem Strich will sie aus dem Geschäft 1,8 Milliarden Dollar verbuchen und das Geld vor allem dafür nutzen, ihr Eigenkapital wie unter den schärferen Regulierungsvorschriften gefordert aufzupolstern. Die Aktie gab in New York dennoch mit 0,8 Prozent stärker als der Markt nach.

Das Institut erwartet einen Erlös von 6,6 Milliarden Dollar für einen Anteil von vier Prozent an dem chinesischen Haus, wie es am Montag mitteilte. Das Geschäft solle bis Ende November abgewickelt sein. Die Aktien gehen demnach an mehrere Investoren, die die Bank nicht namentlich nannte.

In einem ersten Schritt hat die BofA im Sommer bereits fünf Prozent abgestoßen und dafür 8,3 Milliarden Dollar eingenommen. Damals griff Finanzkreisen zufolge unter anderem der Staatsfonds von Singapur, Temasek, zu. Der Erlös rettete dem staatlich gestützten US-Institut das dritte Quartal und glich Einbußen in anderen Sparten, etwa dem Investmentbanking aus. Der ursprünglich zehnprozentige Anteil an der China Construction schrumpft nun auf ein Prozent.

Vorstandschef Brian Moynihan muss zeigen, dass er das Geldhaus aus der Krise führen kann. Die Bank of America hat nach wie vor eine erdrückende Risikovorsorge zu schultern, weil sie aus der Zeit der Finanzkrise noch überdurchschnittlich viele faule Kredite mit sich herumschleppt. Das ehemals größte Bankhaus der USA hatte massiv auf den US-Häusermarkt gewettet, auch noch als die Finanzkrise bereits im Anmarsch war. Moynihan hat dem Institut eine radikale Schrumpfkur verordnet: 30.000 Stellen sollen wegfallen, zudem hat er die Bilanzsumme zuletzt um 42 Milliarden Dollar reduziert.

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