Sanktionen: Banken aus Türkei, China und VAE ziehen sich aus Russland zurück
Die größte Bank Chinas nimmt keine Zahlungen von russischen Banken an, die von westlichen Sanktionen belegt sind.
Foto: ReutersPrzemysl. Nur durch ein starkes letztes Quartal sind Russlands Banken 2022 an einem Verlustjahr vorbeigeschrammt. Und aktuell sieht es nicht so aus, also ob dieses Jahr besser wird.
Denn auch Banken aus denjenigen Ländern, die bislang entgegen den westlichen Sanktionen ihr Russlandgeschäft weitergeführt haben, kappen nun die Verbindung. Dazu zählen Institute aus China, der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und aus früheren zentralasiatischen Sowjetrepubliken wie Kasachstan und Turkmenistan.
Geldhäuser wie die Bank of China, die ICBC, die China Construction Bank und andere nähmen keinen Zahlungsverkehr mit vom Westen sanktionierten russischen Banken mehr vor. Das berichtete der Vizechef der russischen Großbank Rosbank, Alexander Rachmanin, auf einer Wirtschaftskonferenz in Moskau.
Russland-Sanktionen: Banken ziehen sich zurück
Mit der Türkei könnten nur noch Banken aus der zweiten Reihe arbeiten. Und auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten können Dollar-Zahlungen im Handel mit Russland nicht mehr durch die lokale Währung Dirham ersetzt werden.
In die VAE hatten viele russische Unternehmer ihre Geschäfte seit Kriegsbeginn verlegt. Zudem ist Moskau gerade dabei, einen großen Teil seines ebenfalls seit Dezember und dem 5. Februar sanktionierten Rohstoffhandels an den Golf auszulagern. Dafür werden dort Scheinfirmen gegründet.