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Schlappe für Ed Bramson Barclays-Aktionäre setzen den Ambitionen ihres Großinvestors enge Grenzen

US-Investor Ed Bramson hält bereits 5,5 Prozent an der britischen Großbank Barclays. Ein Sitz im Verwaltungsrat wurde dem streitbaren Großaktionär jedoch verweigert.
02.05.2019 - 18:02 Uhr Kommentieren
Die britische Großbank will ihre Probleme selbst in Griff bekommen. Quelle: dpa
Barclays

Die britische Großbank will ihre Probleme selbst in Griff bekommen.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Barclays-Führung hat es geschafft, den aktivistischen Investor Ed Bramson vom Verwaltungsrat der britischen Großbank fernzuhalten. Eine Mehrheit von 87 Prozent der Aktionäre sprach sich auf der Hauptversammlung am Donnerstag gegen den Antrag Nummer 24 aus, mit dem Bramson einen Sitz im obersten Führungsgremium des Geldhauses erobern wollte.

Bramson war persönlich anwesend, er war extra aus New York eingeflogen. Bereits vor Beginn räumte der Hedgefonds-Manager seine Niederlage vor Journalisten ein. „Wir haben keine Mehrheit“, sagte er. Der neue Barclays-Chairman Nigel Higgins habe persönlich an alle Großaktionäre appelliert, gegen den Antrag zu stimmen. Er habe um eine Chance gebeten, erst selbst die Probleme der Bank anzugehen. Während der zweieinhalbstündigen Hauptversammlung wiederholte der scheidende Chairman John McFarlane, dass Bramson als Board-Mitglied die Bank destabilisieren würde.

Trotz der Niederlage sah Bramson sich als Sieger. Seit dem Start seiner Kampagne sei die Barclays-Führung bereits auf seine Kritik an der Investmentbanksparte eingegangen, sagte er. Er verwies darauf, dass Spartenchef Tim Throsby gehen musste und dass Barclays-Vorstandschef Jes Staley die Bonus-Rückstellungen für Investmentbanker im ersten Quartal gekürzt habe.

Bramson, dessen Firma Sherborne Investors 5,5 Prozent an Barclays hält, will die Investmentbank verkleinern und das freiwerdende Kapital in profitablere Geschäftsbereiche umlenken. Auf der Hauptversammlung bekam er von einigen Kleinaktionären Unterstützung. „Der Aktienkurs ist seit der letzten Hauptversammlung um 25 Prozent gefallen“, sagte ein Redner. „Ich bin dafür, dass Ed einen Sitz bekommt, damit er das Board wachrütteln kann.“ Ein anderer klagte, Barclays könne sein Kapital gewinnbringender einsetzen.

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    CEO Staley räumte ein, dass die Aktienkursentwicklung „frustrierend“ sei. Er betonte jedoch, dass er an seinem diversifizierten Modell festhalten wolle. Barclays sei ein starker Player in allen drei Geschäftsbereichen: Der Investmentbank, dem klassischen Bankgeschäft in Großbritannien sowie dem internationalen Kreditkartengeschäft. 2018 habe man die Restrukturierung abgeschlossen, sagte Staley.

    „Jetzt nähern wir uns dem Punkt, an dem Ihre Geduld belohnt wird“. Er bekräftigte das Ziel, 2019 eine Eigenkapitalrendite von mehr als neun Prozent zu erwirtschaften. Bramson sagte, es sei fair, dass die anderen Aktionäre dem neuen Chairman Higgins und Staley eine Chance geben wollten. Aber er warnte die Führung, dass seine Geduld endlich sei: „Wir erwarten Resultate.“

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