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Schwedische Bank Geplanter TV-Bericht zu Geldwäsche belastet SEB – Aktie verliert fast 15 Prozent

Die Papiere der SEB verzeichnen den höchsten Kurssturz seit fast elf Jahren. Grund dafür ist ein geplanter TV-Bericht über angebliche Geldwäsche-Geschäfte.
15.11.2019 - 10:56 Uhr Kommentieren
Die Papiere der schwedischen Bank stürzten um gut 14 Prozent ab. Quelle: Reuters
SEB

Die Papiere der schwedischen Bank stürzten um gut 14 Prozent ab.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Aus Furcht vor Enthüllungen über Geldwäsche im Baltikum werfen Anleger die Aktien der schwedischen Bank SEB in hohem Bogen aus ihren Depots. Die Titel stürzten am Freitag um gut 14 Prozent ab. Das ist der größte Kurssturz seit fast elf Jahren.

Das Institut teilte mit, ein schwedischer TV-Sender wolle einen Bericht über angebliche Verwicklungen der SEB in Geldwäsche-Geschäfte ausstrahlen. Zum genauen Inhalt der Sendung sei aber nichts bekannt.

„Die SEB wird tiefer in den baltischen Geldwäsche-Sumpf hineingezogen“, sagt Joakim Bornold, Sparberater bei Soderberg & Partners in Stockholm. „Der Aktienkursverlust scheint trotzdem eine Überreaktion zu sein. Der Preisfall sollte vermutlich nicht als Sorge vor den neuen Informationen, sondern eher als Unsicherheit bezüglich deren Ausmaß, gedeutet werden.“

Die SEB kündigte an, „sofort zu handeln“, wenn neue Informationen dies rechtfertigen. Die Bank teilte mit, sie sei in der Vergangenheit immer ihrer Verpflichtung nachgekommen, auffällige Transaktionen zu finden und zu melden.

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    „Die SEB arbeitet schon lange hart daran sicherzustellen, dass sie angemessene Routinen und Prozesse hat, um Geldwäsche zu verhindern“, teilte die Bank mit. „Trotzdem kann die SEB, wie jede andere Bank auch, nicht garantieren, dass sie nicht dafür benutzt wurde oder benutzt werden wird.“ Ständig kämen neue Herausforderungen und Risiken hinzu. Daher werde die Entwicklung der Vorsichtsmaßnahmen gegen Geldwäsche bei der SEB nicht aufhören, teilte die Bank mit.

    Johan Torgeby, CEO der SEB, betonte mehrmals, die Bank habe keine Hinweise gefunden, dass sie systematisch für Geldwäsche genutzt worden sei.

    SEB-Konkurrent Swedbank und die dänische Danske Bank werden bereits von Skandalen um Geldwäsche in ihren baltischen Filialen erschüttert. In diesem Zusammenhang geriet auch die Deutsche Bank ins Visier der Ermittler.

    Mehr: Nach den Plänen von sechs Ländern soll die EU eine starke Geldwäsche-Aufsicht bekommen. Nationale Behörden sollen dafür ihre Zuständigkeit abgeben. Lesen Sie hier mehr.

    • rtr
    • Bloomberg
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