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Schweizer Großbank Halteboni: Credit Suisse will Mitarbeit vom Wechsel zur Konkurrenz abhalten

Die Credit Suisse muss derzeit beim Investmentbanking sparen. Zahlreiche Mitarbeiter wechseln deshalb zur Konkurrenz. Jetzt will die Geschäftsleitung offenbar eingreifen.
20.05.2021 - 16:44 Uhr Kommentieren
Die Schweizer Großbank baut ihre Risiko-Abteilung weiter aus. Quelle: Reuters
Credit Suisse in Zürich

Die Schweizer Großbank baut ihre Risiko-Abteilung weiter aus.

(Foto: Reuters)

Nach dem Zusammenbruch des Hedgefonds Archegos, der die Credit Suisse rund fünf Milliarden Dollar gekostet hat, muss die Schweizer Großbank bei ihren Investmentbankern sparen. In der Folge wechseln zahlreiche Mitarbeiter zur Konkurrenz. Das „Wall Street Journal“ hatte berichtet, dass allein ein knappes Dutzend Topbanker in der Position eines Managing Directors die Dependance der Credit Suisse an der Wall Street verlassen will.

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg erwägt die Credit Suisse deshalb Halteboni für besonders gute Mitarbeiter. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung würden derzeit überlegen, wie man Mitarbeiter halten kann, berichten mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das Kreditinstitut sei insbesondere daran interessiert, die Abwanderung von Investmentbankern in den USA einzudämmen.

Im ersten Quartal musste die Schweizer Großbank die Kosten drastisch reduzieren, um angesichts milliardenschwerer Verluste und Rückstellungen zu verhindern, die Eigenkapitalausstattung der Bankenaufsicht zu unterschreiten. Das gelang unter anderem mit einem radikalen Gehaltsschnitt. Allein das Topmanagement musste auf eine variable Vergütung in zweistelliger Millionenhöhe verzichten.

Für die wechselwilligen Banker ist das Umfeld günstig: Sowohl das Investmentbanking als auch das Handelsgeschäft boomen. Nicht nur traditionelle Wall-Street-Häuser wie Goldman Sachs und Morgan Stanley suchen Verstärkung, sondern auch Private-Equity-Firmen und Boutique-Investmentbanken.

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