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Schweizer Großbank UBS streicht fast 10.000 Stellen

Axel Weber baut die UBS um: Die Schweizer Großbank baut knapp 10.000 Stellen ab. Das soll Einsparungen von 4,5 Milliarden Euro bringen. Dazu spaltet die UBS ihr Investment-Banking in zwei Teile auf.
30.10.2012 Update: 30.10.2012 - 11:48 Uhr 1 Kommentar
Die UBS steht vor einem massiven Konzernumbau. Quelle: AFP

Die UBS steht vor einem massiven Konzernumbau.

(Foto: AFP)

Zürich Die Schweizer Großbank UBS setzt zum großen Schnitt an. Sie teilte die de facto Aufspaltung der Investmentbank in zwei Teile mit. Große Teile des Anleihegeschäfts sollen abgewickelt werden. Insgesamt fallen im Zuge der Kürzung knapp 10.000 Jobs bis 2015 weg. Das Einsparziel wurde gegenüber den Ursprungsplanungen mehr als verdoppelt: statt zwei will UBS nun bis 2015 5,4 Milliarden Franken (4,5 Milliarden Euro) einsparen.

Details zum Umbau der Bank waren bereits am Wochenende bekannt geworden. Gemeinsam mit UBS-Chef Sergio Ermotti hat der UBS-Präsident und ehemalige Bundesbankchef Axel Weber den Plan ausgearbeitet. „Der Prozess hat vor einem Jahr begonnen, und er wird noch zwei weitere Jahre dauern. Doch heute war der richtige Zeitpunkt, um Klarheit über die Zukunft zu schaffen“, sagte Ermotti der Schweizer Nachrichtenagentur sda.

Der Umbau hat auch Folgen für die Konzernführung: Der bisherige Chef der Investmentbank, Carsten Kengeter, scheidet aus der Konzernführung aus, er soll die Geschäftsbereiche leiten, die abgewickelt werden sollen. Die neue, verkleinerte Investmentbank soll Andrea Orcel leiten. Er war bis dato Co-Chef der Investmentbank und gilt als ein Vertrauter von Sergio Ermotti. Ermotti hatte Orcel in diesem Jahr von Merrill Lynch abgeworben.

In der Investmentbank stehen künftig „die traditionellen Stärken in der Beratung und im Research sowie in den Bereichen Aktien, Devisen und Edelmetalle“ im Vordergrund, teilte UBS mit. Zurückziehen will sich die Bank aus dem Bereich Fixed Income, also Anleihen. Den Schritt begründete UBS damit, dass diese Bereiche durch die verschärften Eigenkapitalregeln und infolge der Marktentwicklungen „unrentabel“ geworden seien.

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    Dieser Schritt war nach ersten Pressemeldungen vom Wochenende erwartet worden. „Die Investmentbank kehrt damit zu ihren historischen Wurzeln zurück“, lobte bereits am Montag Kian Abouhossein, Bankanalyst von JP Morgan in einem Kurzkommentar. Die Aktie hatte Montag in Erwartung der Pläne bereits stark zugelegt.

    UBS hatte Anfang des Jahrtausends versucht, durch einen Aufbau des Investment-Bankings zu Größen wie Goldman Sachs aufzuschließen. Im Jahr 2007 wäre die Bank an ihren Subprime-Investments fast zugrunde gegangen und musste vom Staat aufgefangen werden. Als die Krise gemeistert schien, wollte der Ex-UBS-Chef Oswald Grübel erneut im Investment-Banking viel Geld verdienen und baute vor allem den Anleihen-Bereich aus. Doch die verschärften Kapitalvorschriften und der Skandal um den mutmaßlichen Betrugshändler Kweku Adoboli vom vergangenen September machten diesen Plänen ein Ende.

    Der neue Chef Sergio Ermotti verkündete bereits im November 2011 eine Verkleinerung der Investmentbank, unter anderem stellte er den Eigenhandel ein und wollte die Bilanz auf 130 Milliarden Franken risikogewichteter Aktiva kürzen. Hierbei war die Bank auf gutem Weg. Nun verschärft er die Konzentration der UBS auf ihr Kerngeschäft Vermögensverwaltung noch einmal drastisch.

    Bilanz wird drastisch verkleinert
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    • Naja, immerhin die Chance für alle die es drauf haben sich selbständig zu machen, auf eigene Rechnung zu arbeiten und sich nicht nur mit lumpigen 250.000 € (Brutto, inkl. Bonus) im Jahr abspeisen zu lassen.

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