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Schweizer Privatbank Übernahme beschert Julius Bär mehr Kundengelder

Die Schweizer Bank Julius Bär verzeichnet durch eine Großübernahme einen starken Anstieg der Kundengelder. Das verwaltete Vermögen klettert deutlich. Wachstum aus eigener Kraft ist aber vorerst nicht in Sicht.
22.07.2013 - 07:51 Uhr Kommentieren
Julius Bär in Zürich.Die Bank of America/Merrill Lynch steuerte 24 Milliarden Franken bei. Quelle: Reuters

Julius Bär in Zürich.Die Bank of America/Merrill Lynch steuerte 24 Milliarden Franken bei.

(Foto: Reuters)

Zürich Eine Großübernahme hat der Schweizer Privatbank Julius Bär einen sprunghaften Anstieg der Kundengelder beschert. Im ersten Halbjahr 2013 kletterte das verwaltete Vermögen auf 218 Milliarden Franken von 189 Milliarden Franken, wie der größte börsennotierte reine Vermögensverwalter des Landes am Montag mitteilte. Der bereits übernommene Teil des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts der Bank of America/Merrill Lynch steuerte 24 Milliarden Franken bei. In zweiten Halbjahr sollen schrittweise weitere Teile integriert werden. Bis Januar 2015 rechnet Bär mit einem Zufluss von insgesamt bis zu 72 Milliarden Franken.

Beim Wachstum aus eigener Kraft sieht es hingegen weniger gut aus. Der Neugeldzufluss erreichte aufs Jahr hochgerechnet 3,6 Prozent und lag damit unter dem mittelfristigen Ziel von vier bis sechs Prozent. Kunden aus Deutschland und anderen europäischen Ländern legten ihre in der Schweiz geparkten Vermögen den Steuerbehörden offen und müssten dafür Zahlungen leisten - Geld, dass sie bei Bär abziehen.

Der bereinigte Gewinn stieg um ein Viertel auf 261 Millionen Franken und übertraf damit die Analystenschätzungen von 238 Millionen Franken. Bei den verwalteten Vermögen lag die Schätzung bei 222 Milliarden Franken.

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