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Seitenwechsel zur Helaba Plauderte Ex-WestLB-Vorstand über Millionen-Paket?

Die Zerschlagung der WestLB ist ein unrühmliches Stück deutscher Finanzpolitik. Die Aufarbeitung dauert an. Heute wird ein weiteres Kapitel geschrieben. Es geht um Ex-Vorstand Thomas Groß und seine mögliche Abfindung.
14.09.2012 - 11:55 Uhr 3 Kommentare
Thomas Groß im Jahr 2010 als Risikovorstand der WestLB: „Dubiose Umstände“ eines Seitenwechsels. Quelle: Frank Beer für Handelsblatt

Thomas Groß im Jahr 2010 als Risikovorstand der WestLB: „Dubiose Umstände“ eines Seitenwechsels.

(Foto: Frank Beer für Handelsblatt)

Düsseldorf Ein Seitenwechsel, die mögliche Weitergabe von Insider-Wissen und die Frage einer Abfindung: Mehr als zwei Monate nach ihrer Zerschlagung sorgt die WestLB immer noch für Schlagzeilen. Die Landespolitik in Nordrhein-Westfalen ist weiter mit der Aufarbeitung beschäftigt. Im Fokus stehen dabei die dramatischen letzten Tage der einst so stolzen Landesbank – und der ehemalige Risikovorstand Thomas Groß.

Der war bis zum 15. August bei der WestLB und wurde zwei Wochen später in den Vorstand der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) berufen – ebenfalls als Risikovorstand. Die Helaba hatte im Rahmen der WestLB-Zerschlagung zum 1. Juli die Verbundbank NRW übernommen, in der das Geschäft der WestLB mit den Sparkassen gebündelt ist.

Die Einigung mit der Helaba zur Übertragung der Verbundbank schien nach wochenlangen Verhandlungen im Mai klar. Doch Anfang Juni geriet der Deal ins Wanken. Die Helaba verlangte plötzlich, dass das Land NRW ein 230 Millionen Euro schweres Paket mit offenbar faulen Derivaten der Verbundbank übernimmt. Nach Verhandlungen stimmte NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) Mitte Juni schließlich zu. Der Minister sprach anschließend von einer „schweren, aber erfolgreichen Geburt“.

Die Papiere aus dem Paket wurden auf das Land, die Sparkassen und die WestLB-„Bad Bank“ EAA verteilt. Der NRW-Steuerzahler steht für das Paket gerade – und die Helaba ist fein raus.

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    Der neue Vorstand Thomas Groß könnte der Helaba bei der 230-Millionen-Euro-Ersparnis geholfen haben. Groß war schließlich im Mai und Juni noch bei der WestLB, das Derivatepaket fiel in seinen Zuständigkeitsbereich. Und er soll seinen damaligen Arbeitgeber nicht über den späteren Seitenwechsel informiert haben. Erst am 14. Juni gab die WestLB Groß‘ Ausscheiden bekannt. Groß könne Insider-Wissen zur Helaba weitergegeben haben, mutmaßt deshalb die FDP-Fraktion im Düsseldorfer Landtag.

    Groß soll trotz Kündigung Abfindung erhalten haben
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    3 Kommentare zu "Seitenwechsel zur Helaba: Plauderte Ex-WestLB-Vorstand über Millionen-Paket?"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Will PAUL7744 definitiv beipflichten!!
      Uns es nicht nur bloßes Gerede wenn man feststellt, daß unsere Politiker oftmals (man darf nicht alle über einen Kamm scheren) keine Bodenhaftung mehr haben, in Aufsichtsräten vertreten sind ohne nur einen hauch Ahnung von der Materie zu haben ...
      In Verträgen gibt es i.d.R: Wettbewerbsklauseln, diese soll es dort nicht gegeben haben??? Eine Abfindung wofür ???
      Dann wird gerne über Ethik in der Politik und im Bankenwesen gesprochen??!! Weiß man denn, was das ist ??

    • Die WestLB ist eines der vielen Beispiele, wie die parteipolitische Durchseuchung die gesamte Gesellschaft ruiniert. Diejenigen, die noch produktiv arbeiten und die hoch dotierten Versager und Parasiten alimentieren, merken es wohl mehrheitlich nicht, weil sie vor lauter Schuften nicht die Zeit haben, die Missstände wahrzunehmen.

    • Abfindung für WAS bitte ??????

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