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Spanien Finanzmarkt-Reform zwingt Banken zur Fusion

Spanien macht Ernst mit der Bankenregulierung: Weil viele Institute die neuen Rückstellungs-Richtlinien nicht erfüllen, steht dem Sektor eine Fusionswelle bevor. Wer Staatshilfe beansprucht, muss die Gehälter kappen.
05.02.2012 - 13:40 Uhr Kommentieren
Die Bankia-Vorstände werden künftig wohl weniger zu lachen haben. Quelle: Reuters

Die Bankia-Vorstände werden künftig wohl weniger zu lachen haben.

(Foto: Reuters)

Madrid Spaniens Bankensektor steht eine neue Fusionswelle bevor. Das am Freitag verabschiedete Gesetz zur Finanzmarktreform fordert dem Sektor in weniger als einem Jahr zusätzliche Rückstellungen von 50 Milliarden Euro ab, um ihre problematischen Immobilienaktiva zu einem höheren Grad gegen Wertverluste zu schützen. Nur solche Finanzinstitute, die ab vergangenen September und bis Ende Mai diesen Jahres ein Fusionsprojekt präsentieren, haben ein Jahr mehr Zeit die zusätzlichen Leistungen aufzubringen und können zudem auf bedingte Pflichtwandelanleihen vom staatlichen Bankenrestrukturierungsfonds FROB zurückgreifen.

„Wir werden wahrscheinlich eine zweite Fusionswelle im spanischen Bankensektor sehen, der die Zahl der Bankinstitute auf eine einstellige Zahl reduzieren könnte“, meinen die Analysten von ING. Analysten bewerteten Analysten die Reform insgesamt als Schritt in richtige Richtung. Einmal umgesetzt, werde die Reform aber den Zugang spanischer Banken zum Kapitalmarkt erleichtern, glauben die ING-Experten.

Bei den Großbanken Santander, BBVA und Caixabank, die als systemrelevante Geldinstitute zudem die neuen Kapitalauflagen der Europäischen Bankenaufsicht schultern müssen, werden die neuen Auflagen für Rückstellungen die diesjährigen Gewinne arg schmälern, doch werden diese Häuser nach Meinung der Analysten von JP Morgan „wegen ihrer diversifizieren Einnahmestrukturen und besserem Zugang zu Finanzierung besser damit fertig werden als ihre spanischen Konkurrenten“.

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