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Sparkassen Deka will mit der Helaba über mehr Kooperationen sprechen

Der Deka-Verwaltungsrat hat den Vorstand damit beauftragt, „eine vertiefte Zusammenarbeit“ zu prüfen – die Entscheidung fiel nicht einstimmig.
05.12.2019 - 18:42 Uhr Kommentieren
Der Fondsdienstleister der Sparkassen will Gespräche mit der Helaba über eine engere Zusammenarbeit aufnehmen. Quelle: imago stock&people
Dekabank in Frankfurt

Der Fondsdienstleister der Sparkassen will Gespräche mit der Helaba über eine engere Zusammenarbeit aufnehmen.

(Foto: imago stock&people)

Frankfurt Gerade einmal 500 Meter liegen die Dekabank und die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) auseinander. Nun könnten die beiden Frankfurter Banken auch geschäftlich näher zusammenrücken. Die Deka will eine engere Zusammenarbeit mit der Helaba prüfen und „zu diesem Zweck mit der Helaba im Januar 2020 strukturierte Gespräche“ aufnehmen, teilte die Deka am Donnerstagabend mit.

Sparkassenpräsident Helmut Schleweis, der dem Deka-Verwaltungsrat vorsitzt, könnte die Prüfung dazu nutzen, eine Konsolidierung im Sektor voranzutreiben.

Wie er sich den Weg dahin vorstellt, hat er bereits deutlich formuliert: „Durch eine Fusion von Helaba und Deka würde ein Nukleus für ein Zentralinstitut entstehen. Das Modell ist offen für andere“, sagte der Chef des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) kürzlich dem Handelsblatt. „Die Bereitschaft und die Möglichkeit, weitere Banken aufzunehmen, sind da. Das ist erst der Anfang.“

Eine Verschmelzung von Deka und Helaba wäre ein bemerkenswerter Schritt für die Sparkassen-Finanzgruppe, zu der Sparkassen wie Landesbanken gehören. Bisher ist die Zahl der Landesbanken – derzeit gibt es noch vier große Spitzeninstitute – vor allem dann gesunken, wenn eines der Häuser in Schwierigkeit geraten war und gerettet werden musste.

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    Im Gegensatz zum Sparkassenlager haben die Volks- und Raiffeisenbanken die Konsolidierung bereits hinter sich. Die Genossen, die stärksten Konkurrenten der Sparkassen, kommen mit einem Spitzeninstitut, der DZ Bank, aus. Die Frage ist, wie lange sich die Sparkassen angesichts des zunehmenden Drucks durch die Negativzinsen und des starken Wettbewerbs noch mehrere Zentralinstitute leisten wollen.

    Als wahrscheinlich gilt, dass auch das Kontrollgremium der Helaba kommende Woche einem entsprechenden Prüfauftrag zustimmt. Gleichwohl beinhaltet der Auftrag bei der Deka offiziell nicht, dass auch ein Zusammengehen der beiden Kreditinstitute untersucht wird.

    Unterschiedliche Meinungen

    Fraglich ist daher, ob das nun erteilte Mandat für den Deka-Vorstand die Position Schleweis’ bei seinem Bestreben in Richtung einer einzigen Sparkassen-Zentralbank überhaupt stärkt – oder sogar schwächt. Zumal der Deka-Verwaltungsrat nach Handelsblatt-Informationen nicht einmal einstimmig für den Prüfauftrag einer vertieften Zusammenarbeit gestimmt hat.

    Unterstützung für Gespräche über eine Fusion von Deka und Helaba hatte sich Schleweis zwar Anfang Oktober geholt. Damals stellten sich die regionalen Verbandspräsidenten sowie die Landesobleute der Sparkassenvorstände hinter ihn.

    Doch auch zu diesem Zeitpunkt gab es offenbar schon unterschiedliche Meinungen über einen Zusammenschluss. In einer offiziellen Stellungnahme hatte eine DSGV-Sprecherin zunächst davon gesprochen, dass beide Institute „eine vertiefte Zusammenarbeit bis hin zu einer Zusammenführung“ prüfen sollen, später war in einer schriftlichen Mitteilung nur noch von „engerer Zusammenarbeit“ die Rede.

    Das Gremium aus Verbandspräsidenten und Landesobleuten fasst anders als ein Verwaltungsrat oder eine Eigentümerversammlung keine bindenden Beschlüsse, zudem waren damals nicht alle Sparkassenmanager anwesend.

    Schleweis wirbt seit gut einem Jahr für eine Konsolidierung unter den Landesbanken. Derzeit gibt es neben Deka und Helaba noch drei weitere große Spitzeninstitute in der Sparkassen-Finanzgruppe: die BayernLB und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) sowie die NordLB.

    Die Deka gehört den regionalen Sparkassenverbänden, die Helaba ist mehrheitlich im Besitz der Sparkassen in Hessen und Thüringen, zudem halten die Sparkassen in Nordrhein-Westfalen sowie die Länder Hessen und Thüringen Anteile.

    Mehr: Die EU-Kommission winkt das Rettungspaket für die NordLB durch.

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