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Spitzelaffäre Die Credit Suisse ließ offenbar einen weiteren Top-Manager beschatten

Ein weiterer Manager der Schweizer Großbank wurde einem Medienbericht zufolge von Detektiven überwacht. Diesmal geht es um den ehemaligen Personalchef.
17.12.2019 Update: 17.12.2019 - 13:10 Uhr Kommentieren
Die Schweizer Großbank sagt, sie habe keine Hinweise auf die Überwachung eines weiteren Mitarbeiters erhalten. Quelle: Reuters
Credit Suisse

Die Schweizer Großbank sagt, sie habe keine Hinweise auf die Überwachung eines weiteren Mitarbeiters erhalten.

(Foto: Reuters)

Zürich Die Beschattungsaffäre bei der Credit Suisse weitet sich aus: Offenbar ließ die Schweizer Großbank einen weiteren hochkarätigen Manager überwachen. Im Februar sollen Detektive den damaligen Personalchef des Instituts beschattet haben, berichtet die „Neue Zürcher Zeitung“ (NZZ). Die Zeitung beruft sich auf Dokumente und Fotos, die die Überwachung belegen sollen.

Die Credit Suisse wirkt von den Erkenntnissen überrascht. Bislang habe man keine Hinweise erhalten, dass weitere Mitarbeiter überwacht worden seien, heißt es aus der Zentrale der Großbank. Es seien nun aber Untersuchungen zur Klärung einer möglichen Überwachung des früheren Personalchefs Peter Goerke eingeleitet worden. „CS wird die in den Medien dargestellten neuen Erkenntnisse mit internen und externen Abklärungen überprüfen“, sagte ein Sprecher der Bank am Dienstag.

Der NZZ zufolge wurde im Rahmen der sogenannten „Aktion Küsnacht“ der Manager Peter Goerke im Februar drei Tage lang von Detektiven beschattet. Goerke war damals Personalchef und Mitglied der Konzernleitung der Bank. Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam hatte Goerke Ende 2015 vom britischen Versicherungskonzern Prudential nach Zürich geholt.

Weshalb Personalchef Goerke beschattet wurde, ist bislang nicht bekannt. Die Detektive sollten ein „Bewegungsbild“ des Managers erstellen – und feststellen, mit wem sich Goerke trifft.

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    Nur vier Tage nach der Beschattung, am 26. Februar 2019, gab die Bank bekannt, dass Goerke aus der Konzernleitung ausscheidet. Damals hieß es, er solle als „Senior Advisor“ weiter eine wichtige Rolle spielen.

    Spitzelskandal am Finanzplatz Zürich

    Die Überwachung des Topmanagers Iqbal Khan wäre demnach doch kein Einzelfall. Ende September war publik geworden, dass die Credit Suisse den langjährigen Chef ihrer Vermögensverwaltungssparte von Detektiven überwachen ließ, bevor dieser zum Rivalen UBS wechselte. Der Spitzelskandal brachte die Credit Suisse international in die Schlagzeilen. Kein Wunder: Eine Großbank, die einen ihrer Topmanager von Detektiven überwachen lässt – das gab es am Finanzplatz Zürich noch nie.

    Nach einer eilig anberaumten Untersuchung durch eine Zürcher Anwaltskanzlei mussten zwei Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, darunter der Thiam-Vertraute Pierre-Olivier Bouée. Verwaltungsratschef Urs Rohner sprach von einem „schwerwiegenden Reputationsschaden“ für die Bank, stärkte seinem CEO aber den Rücken. Laut Untersuchung soll Thiam nicht in die Überwachung involviert gewesen sein.

    Damals hatten Rohner und Thiam die Überwachung Khans als Einzelfall dargestellt. In dem Untersuchungsbericht der Kanzlei Homburger hieß es damals, man habe keine Hinweise gefunden, „dass die Credit Suisse weitere austretende Mitarbeiter überwachen ließ“.

    Die Homburger-Untersuchung habe auch keine Hinweise hervorgebracht, dass Peter Goerke beschattet worden ist, heißt es nun bei der Credit Suisse. „Dieser Punkt ist heute, zweieinhalb Monate nach der Untersuchung von Homburger erstmals aufgekommen“, teilte die Bank mit.

    Mehr: Angesichts eines schwierigen Umfelds wird die Schweizer Großbank in diesem Jahr weniger verdienen. Das Institut will mit zusätzlichen Sparmaßnahmen reagieren.

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